Quali-Auslosung

Von wegen Selbstläufer! Auf die Schweizer Nati warten einige Knacknüsse auf dem Weg zur EM 2020

Xherdan Shaqiri und Co. könnten es mit einer Hammergruppe zu tun bekommen.

Xherdan Shaqiri und Co. könnten es mit einer Hammergruppe zu tun bekommen.

Am frühen Sonntagnachmittag weiss die Schweiz, auf wen sie in der Qualifikation zur EM 2020 trifft. Das Team von Vladimir Petkovic ist in Topf 1 gesetzt. Die Auslosung in Dublin könnte der SFV-Auswahl auf dem Weg zur Endrunde trotzdem ein paar Knacknüsse bescheren.

Mit dem 5:2-Sieg gegen Belgien und dem Top-5-Ranking in der Nations League hat sich die Schweiz einen Wunsch im Hinblick auf die Auslosung der Gruppen für die EM-Qualifikation bereits erfüllt. Sie wird einer von fünf Gruppen mit nur fünf Teams zugelost und muss daher zwischen März und November 2019 nur acht Partien bestreiten.

Von jeder der fünf Fünfer- und fünf Sechsergruppen qualifizieren sich die ersten zwei für die EM-Endrunde 2020. Sollte die Schweiz diese Hürde nicht schaffen, bekommt sie im März 2020 eine weitere Chance. Als Gruppensieger der Nations League dürfte sie unabhängig vom Abschneiden in der Qualifikation die EM-Barrage bestreiten - womöglich gegen einen deutlich schwächer eingestuften Gegner.

Nationalcoach Vladimir Petkovic sieht der Auslosung vom Sonntag in Dublin (12.00 Uhr) entsprechend gelassen entgegen. "Ich habe keine Wünsche. Wir sind in Topf 1 gesetzt, deshalb wollen wir sowieso jeden Gegner dominieren."

Ein paar Wünsche haben sie beim SFV wohl dennoch im Kopf: Ein erneutes Aufeinandertreffen mit Serbien (Topf 3) wie an der WM oder mit Albanien (Topf 4) wie an der letzten EM würden die Schweizer wahrscheinlich lieber vermeiden wollen.

Es gibt aber auch Konstellationen, die allein schon sportlich kompliziert wären. Aus Topf 2 könnten der Schweiz Gegner wie Deutschland oder der WM-Viertelfinalist Russland oder ihr WM-Bezwinger Schweden zugelost werden.

Stellt man sich einen solchen Gegner vor in Kombination mit Kalibern wie Türkei, Serbien oder Irland aus Topf 3 sowie Rumänien oder Griechenland aus Topf 4, wird klar: Die vielerorts als verwässert deklassierte EM-Qualifikation wird unter Umständen auch für die Top-Teams aus Topf 1 kein Selbstläufer.

Das sind die Lostöpfe der EM-Quali 2020

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