Super League
Von Verunsicherung keine Spur: FCB will eine Reaktion zeigen

Am Samstag empfängt der FC Basel um 20 Uhr Aufsteiger Lugano. Das Spiel wird vor allem dafür da sein, um die Niederlage vom Mittwoch gegen YB vergessen zu machen. Auch wenn das in den Augen von Cheftrainer Urs Fischer nicht so einfach werden wird.

Céline Feller
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Gegen YB gab es wenig zu jubeln. Nun will der FCB gegen Lugano wieder als Sieger vom Platz gehen.

Gegen YB gab es wenig zu jubeln. Nun will der FCB gegen Lugano wieder als Sieger vom Platz gehen.

Keystone

Die letzten zwei Tage sind beim FC Basel nicht gerade so verlaufen, wie man sich das gewünscht hat, geschweige denn gewohnt ist.

Zuerst verliert man nach wettbewerbsübergreifend 15 Spielen in dieser Saison erstmals - ausgerechnet gegen YB und aufgrund von eigenen Fehlern. Dann verletzt sich in eben diesem Spiel Captain Matias Delgado und fällt für die nächsten zehn Tage und damit gegen Lugano, Lech Posen und den FC Zürich aus. Und dann bekommt Taulant Xhaka für seine Tätlichkeit gegen Renato Steffen von der Liga auch noch eine harte Strafe von drei Spielsperren aufgebrummt.

«Davon werden wir uns nicht verunsichern lassen», sagte Cheftrainer Urs Fischer aber heute Freitag bei der Vorschau-Pressekonferenz für das Spiel gegen Lugano von morgen Samstag. Natürlich sei die Stimmung nach dem Spiel schlecht gewesen und natürlich sei es schade, dass man die Serie von acht Siegen in der Meisterschaft nicht noch weiter ausbauen konnte. «Aber dass wir nun das 16. Spiel verloren haben, wirft uns nicht gleich aus der Bahn.»

Klar wolle niemand verlieren, «aber es kommt immer darauf an, wie man verliert.» So konnte sowohl Fischer als auch die Mannschaft die erste Saisonniederlage gut verarbeiten, weil es nicht daran gelegen hatte, dass YB übermächtig war, sondern viel mehr, dass der FCB «Böcke geschossen und YB zu Torchancen eingeladen hat».

Nur negativ wollte Fischer das Spiel im Rückblick aber nicht sehen: «Ich muss aber auch sagen, dass, wenn man das Spiel nochmals anschaut, man sehr viele gute Dinge im Spiel meiner Jungs sieht», betonte Fischer. Es komme schliesslich nicht von ungefähr, dass Yvon Mvogo sich mehrere Male mit starken Paraden hatte auszeichnen können.

Doch schönreden wollte Fischer die Leistung vom Mittwoch auch nicht - sondern viel lieber auf die nächste Partie und damit auf die Möglichkeit der Wiedergutmachung schauen. «Es gilt, weiter zu machen. Natürlich nehmen wir uns eine Reaktion gegen Lugano vor. Und das ist ja auch das Schöne an diesem Dreitages-Rhythmus: das was nicht gut war, kann man drei Tage später wieder ins richtige Licht rücken.»

Gegen die Tessiner erwartet Fischer ein schwieriges Spiel, das einen Haufen Geduld brauchen werde. «Ich schätze Lugano sehr unbequem und unangenehm ein.»

Gegen den Aufsteiger will sich auch Naser Aliji wieder ins richtige Licht rücken. Der junge Linksverteidiger zog gegen YB einen ganz schwarzen Tag ein und war an zwei Gegentreffern massgeblich mitschuldig. «Am besten für ihn ist das, was ihm am Mittwoch passiert ist», sagte Fischer jedoch. «Natürlich kann man gewisse Dinge im Training lernen, beispielsweise, dass man in einer Situation wie beim zweiten Tor den Gegner nicht nach innen ziehen lassen darf. Aber im Spiel ist es eben nochmal ganz anders.»

Ob Aliji gegen Lugano die Chance bekommt, zu beweisen, dass er es besser kann, wollte Fischer nicht sagen. «Wir müssen das abwägen, auch im Hinblick auf die nächsten zwei Spiele gegen Posen und Zürich.» Aliji wäre jedenfalls bereit. «Es beisst ihn schon, solche Spiele hat keiner gern. Aber ich habe mit ihm geredet und es geht ihm gut.»

Ebenfalls gut gehe es Zdravko Kuzmanovic, dem Fischer mittlerweile zutraut, im Dreitages-Rhythmus spielen zu können. Nicht mittun können neben den erwähnten Abwesenden Xhaka und Delgado auch Boëtius und Safari, die beide noch nicht fit genug sind für einen Einsatz, und der verletzte Traoré.

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