Vom Wembley-Tor bis zur Kopf-Nuss von Zidane: Das waren die legendärsten WM Finals der Geschichte

Der Final der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika steht vor der Tür. Im Vorfeld dieser Partie zeigt «a-z.ch» die letzten Final-Duelle der Geschichte.

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Vasilije Mustur

Es ist unglaublich aber wahr: Die Geschichte hat sich wiederholt. Im WM-Viertelfinal in Südafrika zwischen England und Deutschland wird den Briten ein reguläres Tor aberkannt. Sogar die Fans in den hintersten Reihen konnten dabei deutlich sehen, wie der Ball nach dem Lattenschuss die Torlinie überquert hat.

Ähnliches erlebte auch Deutschland im WM-Final 1966 auf der britischen Insel. Zwar holt sich England nach dem 4:2 Sieg gegen Deutschland seinen ersten WM-Titel, doch das Wembley-Tor zum 3:2 für England überstrahlt bis heute den Triumph der Engländer. Ausserdem lässt sich auch 54 Jahre später nicht genau sagen, ob der Ball damals die Linie vollständig überquert hat oder nicht.

WM 1994 in den USA - Baggio versagt vom Elfmeterpunkt

42 Jahre später stehen sich Brasilien und Italien im Endspiel an der WM 1994 in den USA gegenüber. Da es nach 120 Minuten immer noch torlos 0:0 Unentschieden steht, muss das Penaltyschiessen entscheiden. Unvergessen dabei ist der monumentale Fehlschuss von Superstar Roberto Baggio, der Brasilien damit den vierten Werltmeisterschafts-Titel beschert.

Vier Jahre danach prägt Zinedine Zidane die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. So auch den Final. Dort schiesst der geniale Spielmacher sein Land mit zwei Kopfball-Toren praktisch im Alleingang zum Titel. Im Gegensatz dazu, bleibt der Brasilianer Ronaldo im Final blass und kann seiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt helfen.

WM 2002 in Südkorea und Japan - das Turnier der Überraschungen

Die WM in Südkorea und Japan ist geprägt von Sensationen. Gastgeber Südkorea stösst genau wie die Türkei bis in den Halbfinal vor. Dennoch schenkt uns Brasilien und Deutschland den Traumfinal. Dort sind sich die beiden Teams lange Zeit ebenbürtig, bis Oliver Kahn ein Fehler unterläuft und so das 1:0 für Brasilien einleitet. Ausgerechnet Kahn: Der wohl beste Torhüter der Welt führt Deutschland dank seinen Paraden in den Final. Am Ende gewinnt Brasilien den Final 2:0 und wird zum fünften Mal Weltmeister.

Doch der wohl legendärste Final findet 2006 in Berliner Olympiastadion zwischen Frankreich und Italien statt. In der regulären Spielzeit erzielen Zidane und Materazzi für ihre Mannschaften jeweils ein Treffen. Damit nicht genug: In der Verlängerung kommen sich die beiden Kontrahenten näher als vorgesehen. Zunächst zupft und reisst Materazzi den französischen Suerstar am Trikot. Daraufhin kommt es zum «Trash-Talk» zwischen den beiden Spielern. Danach sieht Zidane nur noch rot: Mit Anlauf rammt Zidane den Italiener mit einem Kopfstoss einfach um und kassiert dafür die rote Karte. Übrigens: Italien wird am Ende nach Elfmeterschiessen Weltmeister.

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