Fussball

Vier Fakten zu diesem Fussballwochenende – Unter anderem mit Schneuwlys Fauxpas

FCZ-Torhüter Brecher hält den Ball auf einen missglückten Abschluss von Christian Schneuwly (nicht im Bild) auf der Linie fest.

FCZ-Torhüter Brecher hält den Ball auf einen missglückten Abschluss von Christian Schneuwly (nicht im Bild) auf der Linie fest.

Vier Episoden von diesem Fussballwochenende mit Geschichten aus der Super League, mit Shaqiri aus England und mit Lacroix und zwei Schweizer Trainern in Deutschland.

1. Hochspannung an der Tabellenspitze – hinter YB

Das Rennen um die Spitzenplätze in der Super League ist nach sieben Runden so richtig lanciert und an Spannung nicht zu überbieten. Die Krux: Gemeint ist lediglich der Grosskampf um Rang zwei hinter dem enteilten Tabellenführer YB.

Der FC Thun führt nach dem 4:1 über den FC Sion – dessen neuer Trainer Murat Yakin durfte wegen seiner Sperre nur von der Tribüne aus zusehen – ein Trio mit elf Punkten an, zu dem auch St. Gallen und der FCZ gehören.

Ein sicheres Tor, das nicht fällt

Es war ein Wochenende, das Christian Schneuwly nie vergessen und auch gewiss nie seinen Enkeln schildern wird. Der Offensivspieler des FC Luzern vergab nämlich gleich zu Beginn des Spiels beim FC Zürich eine hochkarätige Chance auf eine Art, wie es im Profifussball nur ganz selten zu beobachten ist.

Aus einem Meter Entfernung brachte er die Kugel nicht im sperrangelweit offenen Tor unter, sondern kickte sie fast parallel zur Torlinie in die Hände von FCZ-Goalie Yanick Brecher. Das sollte sich bitter rächen.

Weil der angeschlagene und erst kurz vor dem Ende eingewechselte Nigerianer Blessing Eleke mit einer spektakulären Direktabnahme nur die Latte traf, reichte das Tor von Stephen Odey nach der Pause dem FCZ, um nach dem 4:2 im Cup in Breitenrain und dem 1:0 in der Europa League gegen Larnca innerhalb von einer Woche in drei verschiedenen Wettbewerben den dritten Sieg einzufahren.

«Ich bin glücklich, dass wir eine nervenaufreibende Woche so erfolgreich hinter uns gebracht haben», sagte Trainer Ludovic Magnin. Weniger nervenaufreibend war nach dem lockeren 7:0 im Cup in Muri die Woche des FC St. Gallen verlaufen, doch glücklich konnte an deren Ende Trainer Peter Zeidler nicht sein. Sein Team verspielte beim Heimremis gegen Lugano einen 2:0-Vorsprung.

2. Shaqiris gelungenes Startelfdebüt

Vier Tage, nachdem Xherdan Shaqiri in der Champions League gegen den PSG noch bis fünf Minuten vor Schluss die Bank gedrückt hatte, stand er beim 3:0 gegen Southampton erstmals für Liverpool in einem Pflichtspiel in der Startformation. Shaqiri dankte es Trainer Jürgen Klopp, indem er zwei Tore vorbereitete.

Xherdan Shaqiri durfte gegen Southampton zum ersten Mal von Beginn an spielen.

Xherdan Shaqiri durfte gegen Southampton zum ersten Mal von Beginn an spielen.

Gleichwohl wurde er in der Halbzeitpause ausgewechselt und durch Mittelfeldspieler James Milner ersetzt. . Klopp erklärte hinterher: «Ich sagte zu Shaqiri: Noch nie habe ich in der Halbzeitpause einen Spieler ausgewechselt, der so viel Einfluss aufs Spiel hatte. Aber ich wollte mit der ‹normalen Formation› mehr Kontrolle haben.» Sprich: Shaqiri muss defensiv mehr arbeiten.

3. Rabenschwarzer Tag für Léo Lacroix

«Der Hamburger SV verstärkt sich mit Verteidiger Lacroix», meldete der «Kicker» am 10. August den Zuzug aus Saint-Etienne. Ob die Fans im Volksparkstadion das seit gestern auch so sehen, ist zweifelhaft.

Nach einer durchzogenen Leistung beim Startelfdebüt gegen Heidenheim war der Schweizer beim 0:5 im Heimspiel gegen Regensburg mittendrin im Debakel. Seine Leistung war schwach. Er sah beim einen oder anderen Gegentor nicht gut aus, ohne dass die Teamkollegen besser gewesen wären. Der andere Schweizer, der 19-jährige Vasilije Janjicic, kam hingegen erst neun Minuten vor Schluss ins Spiel, als es bereits 0:5 stand und viele Fans das Stadion verlassen hatten.

4. Unentschieden im Duell Fischer - Saibene

Beim 1:1 zwischen Arminia Bielefeld und Union Berlin trennten sich Jeff Saibene und Urs Fischer bei ihrem 21. Aufeinandertreffen als Trainer zum achten Mal unentschieden. Damit führt Fischer weiter mit 8:5 Siegen. In der Tabelle ist Union in der zweiten Bundesliga nun Fünfter, die Arminia belegt Rang zehn.

Urs Fischer und Jeff Saibene treffen sich neu in der 2. Bundesliga.

Urs Fischer und Jeff Saibene treffen sich neu in der 2. Bundesliga.

Eine Hauptrolle in diesem Spiel trug der dritte Schweizer, Cédric Brunner. Der frühere FCZler bereitete mit einem Fehler die Gästeführung vor, leitete aber mit einer Massflanke Bielefelds Ausgleich ein. «Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt und sich den Punkt erspielt und verdient», sagte Fischer. «Das Resultat geht aufgrund der gesamten 90 Minuten in Ordnung», sagte Saibene.

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