Diesmal war Xherdan Shaqiri nicht bloss dabei, sondern auch richtig mittendrin. Im bisher wichtigsten Spiel der Saison stand der Schweizer - aufgrund der Verletzungen der Stürmer Roberto Firmino und Mohamed Salah - erstmals seit Ende Januar in der Startformation des FC Liverpool.

Und mit seinem perfekten Assist zum 3:0 des eingewechselten Georginio Wijnaldum hatte Shaqiri auch seinen Anteil an der Qualifikation von Liverpool für den Final. «Es ist unglaublich, was passiert ist. Ich bin richtig geschockt», sagte Shaqiri, nach einem Spiel, das schon jetzt legendär ist.

Ein 0:3 aus dem Hinspiel aufgeholt gegen den spanischen Meister. «Das ist einmalig, das passiert nicht alle Tage», so Shaqiri. Für sein eigenes Palmares ist die Einmaligkeit sogar fast im Wortsinn zu verstehen.

Als erst zweiter Schweizer nach Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin) hat sich Shaqiri zweimal für einen Final der Champions League qualifiziert. Und der 27-jährige Basler hat am 2. Juni in Madrid als sogar erster Schweizer überhaupt die Chance, die Trophäe im wichtigsten Klub-Wettbewerb zum zweiten Mal zu gewinnen.

Gehört Shaqiri nach dem Triumph mit Bayern München 2013 erneut zu den Champions-League-Siegern, hätte dieser Titel für ihn wohl sogar noch die grössere Bedeutung. Vor sechs Jahren spielte er bei den Deutschen unter Trainer Jupp Heynckes in der K.o.-Phase nur zwei Mal eine Minute in der Nachspielzeit.

Bei Liverpool kann er jetzt immerhin auf seinen neunzigminütigen Einsatz im Rückspiel der Halbfinals verweisen - Assist zum 3:0 inklusive. Deshalb sagte er: «So etwas habe ich noch nie erlebt.» (CHM/SI)