Dauert die erste Halbzeit im letzen WM-Qualifikationsspiel in Bern etwa nur eine Viertelstunde? Das werden sich einige hundert Nati-Fans vor dem Abschlussspiel gegen Slowenien mit einem Blick auf ihr Ticket fragen.

Denn: Auf einigen Eintrittskarten steht, dass die Partie erst um 20.30 Uhr losgeht. Fakt ist aber: Schiedsrichter Björn Kuipers wird die Partie bereits eine halbe Stunde früher anpfeiffen.

Wie konnte das passieren? SFV-Sprecher Marco von Ah erklärt gegenüber dem «Blick»: «Wir hatten mit dem Stade de Suisse und dem SRF die Anspielzeit 20.30 Uhr ausgehandelt. Die Fifa wollte jedoch, dass unser Spiel aus Gründen der Wettbewerbsgerechtigkeit schon um 20.00 Uhr angepfiffen wird.»

Einige hundert Fans betroffen

Dies macht Sinn, kämpfen in der Schweizer Gruppe doch Slowenien und Island im Fernduell um den zweiten Gruppenrang, welcher zur Teilnahme an den Barragespielen berechtigt. Zum Zeitpunkt des Einwandes der Fifa habe der SFV laut von Ah bereits die ersten Tickets mit der falschen Uhrzeit verschickt.

«Wir wissen nicht genau, wie viele Fans betroffen sind. Vermutlich einige hundert», sagt von Ah, «aber wir haben mit Plakaten informiert und sind auch auf die Medien zugegangen. Bis jetzt gab es keine Beschwerden.»

Bis gestern waren erst 20 500 Tickets verkauft (Kapazität Stade de Suisse: 31 700). Wenn es also noch freie Plätze gibt, liegt das sicherlich nicht nur an der falschen Anspielzeit.