Die Story machte sogar im Ausland Schlagzeilen: Während dem Spiel FC Muri gegen den FC Baden vom vergangenen September pinkelte ein Zuschauer dem FC Muri Goalie Reto Felder in die Trinkflasche. Dieser merkte das erst, als er schon einen kräftigen Schluck genommen hat. 

Wie Recherchen von «TeleM1» nun ergaben, ist die Untersuchung der Polizei abgeschlossen. Und: Niemand kann für die Urin-Attacke zur Verantwortung gezogen werden. «Die Flasche war leider schon leer im Abfall, weswegen wir keine Laboruntersuchung machen konnten», so Bernhard Graser von der Kantonspolizei. Der Geruchstest stärkte aber die Vermutung von Goalie Reto Felder klar, dass sich in der Flasche Urin befunden hatte. Jedoch konnte niemand als Täter eruiert werden.

Damit will sich Reto Felder und sein Anwalt Simon Käch nicht abfinden. Sie geben jetzt selber bei der Staatsanwaltschaft Baden schriftliche Beweisanträge ein. Was sie aber genau zur Untersuchung bringen wollen, will Käch aus taktischen Gründen nicht sagen.

Am Sonntag findet das Rückspiel zwischen dem FC Muri und dem FC Baden statt. Diesmal wird Goalie Reto Felder seine Trinkflasche aber sicher genau im Auge behalten. (az)