FC Wohlen
Unruhe im Verein: Hatte Trainer verbotenen Kontakt mit Junioren?

Heftige Vorwürfe an die Adresse eines Juniorentrainers des FC Wohlen: Er soll beim FCZ entlassen worden sein, weil er verbotenen Kontakt zu Kindern hatte. Jetzt spricht der beschuldigte Trainer.

Ruedi Kuhn
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Einem Juniorentrainer des FC Wohlen wird verbotener Kontakt zu Spielern vorgeworfen. (Symbolbild)

Einem Juniorentrainer des FC Wohlen wird verbotener Kontakt zu Spielern vorgeworfen. (Symbolbild)

Es ist eine delikate Geschichte, die der "Blick" in der Ausgabe vom Mittwoch veröffentlicht hat. Der FC Zürich soll 2014 einen ehemaligen Juniorentrainer entlassen haben, weil er verbotenen Kontakt mit Kindern hatte. Bei den Zürchern gibt es klare Regeln zwischen Trainern und Junioren. Der private Kontakt via Soziale Medien wie Facebook ist untersagt. Daran soll sich dieser Juniorentrainer nicht gehalten haben.

Nach der Entlassung beim FCZ "wegen unüberbrückbarer Differenzen mit Eltern" bewarb sich dieser Juniorentrainer Anfang 2015 beim FC Wohlen und ist nun seit 16 Monaten bei den Freiämtern angestellt. Während dieser Zeit leistete er nach Aussage von Lucien Tschachtli tadellose Arbeit. "Der Mann ist fachlich qualifiziert und hat sich anständig verhalten", sagt der Präsident des FC Wohlen der "Aargauer Zeitung". "Dass er von den Zürchern wegen Differenzen mit Eltern entlassen worden ist, wussten wir nicht. Wir hatten keine Informationen über die Trennungsgründe."

Und wie geht es weiter? "Nach der Geschichte in der Boulevardpresse gingen bei mir einige Reaktionen von Eltern ein", fügt Tschachtli hinzu. "Nun werden wir uns mit dem Schweizerischen Fussballverband beraten und eventuell Massnahmen ergreifen. Alles weitere lasse ich zum jetzigen Zeitpunkt offen."

Der beschuldigte Juniorentrainer wollte auf Anfrage zuerst keine Stellungnahme abgeben. Nach hartnäckigem Nachfragen sagte er: "Was in der Zeitung ‹Blick› steht, stimmt alles nicht. Ich habe ein reines Gewissen und kann ruhig schlafen. Mehr sage ich zu diesem Thema nicht."