Fifa-Kongress
Und wieder ein Schweizer: Gianni Infantino ist neuer Präsident der Fifa

Sepp Blatters Nachfolger als Fifa-Präsident ist im zweiten Wahlgang gewählt. Ein Walliser folgt auf einen Walliser. Gianni Infantino wurde mit 115 Stimmen deutlich gewählt. Die Party kann steigen.

Klaus Zaugg, Zürich
Drucken
Teilen
Impressionen vom Fifa-Kongress im Hallenstadion Zürich
47 Bilder
Der Nachfolger von Fussball-König Sepp Blatter heisst: Gianni Infantino
Voilà der neue Präsident: Gianni Infantino
Die letzten Stimmen werden ausgezählt.
Die Topfavoriten auf das Amt des Fifa-Präsidenten: Gianni Infantino und Scheich Salman
Fifa-Präsidentschaftswahl: Gianni Infantino schliesst den ersten Wahlgang mit 88 Stimmen ab.
Land für Land wirft den Wahlzettel in die Box
Wie vor dreissig Jahren: Fifa-Kommissäre zählen von Hand die Stimmen, das dauert
Peter Gillierons Auftritt an der Fifa-Wahl im Hallenstadion in Zürich
Von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe – Die Wahlen dauern an
Tokyo Sexwale hat die Lacher auf seiner Seite
Tokyo Sexwale aus Südafrika zieht seine Kandidatur zurück und tritt nicht an
Ob durch die Schweizer Brillebetrachtet oder nicht: Gianni Infantino zeigt einen sackstarken Auftritt
Für ein Spässchen zu haben: Gianni Infantino zeigt sich äusserst gelassen
Gianni Infantino will Fifa-Präsident werden und stellt sich während 15 Minuten vor
Jerome Champagne
Scheich Salman Bin Ebrahim Al Khalifa präsentiert seine Kandidatur
Prinz Ali Al Hussein
Der Fifa-Kongress im Hallenstadion Zürich
Gianni Infantino
Scheich Salman Bin Ebrahim Al Khalifa begrüsst Issa Hayatou
Das Bild geht um die Welt: Gregory Dyke aus England schläft ein
Fifa-Kritiker bei einer Demo

Impressionen vom Fifa-Kongress im Hallenstadion Zürich

Keystone

Die Reformen

Der Fussball-Weltverband Fifa hat mit der Verabschiedung des Reformpakets die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt. Wir zeigen die acht wichtigsten Veränderungen in den Statuten, die 60 Tage nach dem Kongress in Kraft treten:

Präsident: Der Chef des Weltverbandes soll repräsentieren und nicht regieren. TV- und Marketingverträge werden nicht mehr von ihm gemacht. Er ist Mitglied des Fifa-Councils und schlägt den Generalsekretär vor. Seine Regentschaft ist begrenzt auf maximal dreimal vier Jahre. Sein Lohn wird kommuniziert.

Council: Aufsichtsrat statt Regierung. Das neue Gremium ersetzt das Exekutivkomitee. 37 statt 25 Mitglieder. Statt die operativen Entscheide zu treffen, werden sie neu im Council nur noch genehmigt. Wie der Präsident müssen die Mitglieder einen Integritätscheck durchlaufen. Auch hier sind dreimal vier Jahre die maximale Amtszeit. Doch laufende Mandate im Exekutivkomitee haben Bestandsschutz.

Generalsekretär: Der neue starke Mann wird durch den Council gewählt und kontrolliert. Bei ihm laufen alle operativen Fäden zusammen. Er bestimmt das Alltagsgeschäft. Der Top-Manager ist aber unter Beobachtung der Abteilung für korrekte Unternehmensführung.

Kommissionen: Nur noch 9 statt 26 ständige Kommissionen sollen die Administration schlanker machen. Nicht mehr jedes der 209 Fifa-Mitglieder bekommt einen Posten. Die Versorgungs-Kultur für Funktionäre soll beendet werden. Mindestens die Hälfte der Mitglieder kommt nicht aus der Fifa-Familie, sondern sind externe Experten.

Kontrollgremien: Ethikkommission und juristische Gremien wie zum Beispiel die Disziplinarkommission werden komplett unabhängig und extern besetzt.

Frauen: Alle sechs Konföderationen müssen in Zukunft mindestens eine
Frau in den Fifa-Council entsenden.

Menschenrechte: Die Wahrung der Menschenrechte wird als Ziel in die Statuten der Fifa aufgenommen.

Konföderationen: Die Kontinentalverbände müssen künftig grundsätzliche demokratische Regularien in ihre Statuten aufnehmen und unabhängige juristische Institutionen installieren. (SDA)

Aktuelle Nachrichten