Fussball
Uli Hoeness beglich seine Steuerschulden und durfte erstmals Gefängnis verlassen

In zwei Tranchen zahlte der frühere Präsident des FC Bayern, Uli Hoeness, seine Steuerschulden. Daher durfte er am Samstag erstmals das Gefängnis in Landsberg am Lech verlassen, um sich mit seiner Familie zu treffen.

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Uli Hoeness während seines Prozesses (Archiv)

Uli Hoeness während seines Prozesses (Archiv)

Keystone

Wenige Monate nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hat der frühere FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness seine Steuerschulden offenbar vollständig beglichen. Das berichtet die «Süddeutsche Zeitung».

Hoeness habe gut 30 Millionen Euro an das Finanzamt Miesbach überwiesen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Kreise der Steuerverwaltung. Im vergangenen Jahr habe er im Zuge seiner Selbstanzeige schon einmal zehn Millionen Euro zurückgezahlt. Somit sei jetzt die Gesamtschuld von gut 40 Millionen beglichen. Das entspricht 48 Millionen Franken.

Mit Millionen in der Schweiz jongliert

Hoeness hatte anfangs 2013 eine allerdings unvollständige Selbstanzeige wegen unversteuerter Erträge in der Schweiz gemacht. Kurz darauf leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren ein.

Hoeness hatte während Jahren hohe Devisentransaktionen bei der Zürcher Privatbank Vontobel gemacht. Im vergangenen Frühjahr verurteilte das Landgericht in München II den Fussballmanager und Wurstfabrikanten zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro. Nachzahlen muss er auch die aufgelaufenen Zinsen.

Die Steuerzahlung sei eine entscheidende Voraussetzung für Hoeness überraschenden Ausgang am Wochenende gewesen, berichtet die Zeitung weiter.

Der 62-jährige Fussball-Manager hatte am Samstag erstmals seit seinem Haftantritt für einige Stunden das Gefängnis in Landsberg am Lech verlassen dürfen, um sich mit seiner Familie zu treffen. Abends kehrte er in die Justizvollzugsanstalt zurück. (sei)