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Ueli Maurer befürchtet eine Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft

Die Schweizer Nationalmannschaft bestreitet morgen ihr kapitales Spiel auswärts in Sofia gegen Bulgarien. Sportminister Ueli Maurer schaut dem Match nicht eben positiv entgegen.

Vasilije Mustur
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Die Schweizer Nationalmannschaft bestreitet morgen ihr kapitales Spiel auswärts in Sofia gegen Bulgarien. Fährt das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld nicht drei Punkte ein, rückt die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 in der Ukraine und Polen in weite Ferne.

Nun äusserte sich Sportminister Ueli Maurer vor dem «Spiel des Jahres» am Rande des «Swiss Sport Forum» in Zürich gegenüber der az zu den Chancen der Fussballnationalmannschaft: «Wenn ich ehrlich bin: Nach den letzten Spielen der Nationalmannschaft wäre ein Sieg nicht selbstverständlich. Auch wenn dieser dringend nötig wäre, wenn wir weiter eine Chance auf die Euro-Qualifikation haben wollen».

Maurer ist in Ambri

Der Sportminister wird das Spiel nicht live vor Ort verfolgen können. Der Grund: Maurer wird zum Playout-Spiel von Ambri-Piotta gegen die Rapperswil-Jona-Lakers ins Tessin reisen. Dort kämpfen die Tessiner um den Verbleib in der höchsten Schweizer Spielklasse. Hintergrund des Stadionbesuchs: Ueli Maurer ist seit Jahren bekennender Ambri-Fan.

Derweil empfindet Sportminister Maurer die gemachten Aussagen von SFV-Verwaltungsratspräsident Peter Gilliéron in der az als nicht dramatisch. «Man kann auch aus einer Niederlage lernen. Wir alle sollten uns bewusst sein: Wir haben uns in den letzten Jahren regelmässig für Turniere qualifiziert - mit Glück. Dadurch trugen wir den Kopf teilweise etwas zu hoch. Wenn wir durch eine Niederlage wieder lernen, seriös zu arbeiten, kann eine Niederlage durchaus heilsam sein».

Sportminister hofft auf Wende

Im Interview mit der az thematisierte Gilliéron bereits die Konsequenzen einer allfälligen Niederlage. So sei eine Niederlage nicht gleichbedeutend mit dem Aus in der Euro-Qualifikation. «Wie in jedem vernünftigen Haushalt haben wir in den guten Zeiten Reserven angelegt, um eine Phase ohne Endrunden-Qualifikation zu überstehen,» sagte Gilliéron. Damit nicht genug: Das finanzielle Polster reiche, um zwei erfolglose Qualifikations-Perioden zu überstehen.
Nichtsdestotrotz hofft Maurer trotz schlechter Vorahnung, dass die Nationalmannschaft bereits kurzfristig auf den Pfad des Erfolgs zurückkehren wird und in Bulgarien gewinnt.