Nizza
U-19-Spieler schiesst Sensations-Tor – ist sein Vater schuld?

Paulin Puel, Nachwuchskicker in der U-19-Equipe von Nizza, hat kürzlich im Spiel gegen Monaco dieses wunderschöne Tor erzielt. Tat er es, um den väterlichen Zorn abzuwenden? Die Situation legt uns das jedenfalls nahe.

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Papa Claude sagte zu Filius Paulin: «Das Wichtigste ist, im Strafraum immer richtig zum Ball und zum Tor stehen. Sonst bist du verloren, wenn der Ball kommt.»

Filius Paulin Puel nickte. Schliesslich war Papa Claude Puel der Coach seiner U19-Equipe von Nizza. Und der Coach hat immer Recht.

Paulin riss die Hacke hoch

Bis im Spiel gegen die U19 von Monaco. Der Ball kam von links. Sprössling Paulin war zwar im Strafraum, aber er stand irgendwie nicht optimal zum Ball.

«Hmm ...», dachte Paulin, «was mach ich jetzt?»

Wenn der Ball kommt, wird es bei den Fussballern instinkthaft. So riss Paulin die Hacke hoch.

Natürlich flog der Ball dann nicht aufs Tor, sondern mal einfach so in die Luft.

Pädagogische Notwehr

Und weil Filius Paulin keine Lust auf die Standpauke hatte, die Papa Claude vor versammelter Mannschaft in der Kabine sicher gehalten hätte, drosch er den Ball halt noch ins Tor.

In Italien nennen sie das «eine bicicletta», für Paulin war es wohl eher eine Art pädagogische Notwehr.

Worst Case

Und wenn Papa Claude einschlägige pädagogische Lehrbücher in Massen konsumiert hat, wird er danach dem Sohn geraten haben, nicht für die Tribüne zu spielen.

Aber weil wir diesen Worst Case jetzt nicht annehmen, hoffen wir, dass auch er sich über dieses wunderschöne Tor gefreut haben wird. (chb)