Super League

Trotz einiger Fragezeichen: Der FC Basel ist bereit

Alles ist bereit: Der FC Basel startet morgen in die Rückrunde.

Alles ist bereit: Der FC Basel startet morgen in die Rückrunde.

Der FC Basel startet am Samstag um 20 Uhr mit dem Heimspiel gegen den FC Lugano in die Rückrunde der Super League. Das Ziel ist klar definiert, der zweite Stern muss her. Daher drehen sich die Fragen eher um Startelf, Form und Verträge.

Hätten Spieler und Staff es nicht auch noch ausdrücklich gesagt, man hätte es dennoch gemerkt: Die Vorfreude auf den Rückrundenstart ist gross beim FC Basel. "Wir haben fünf harte Wochen gehabt. Wir hatten eine gute Vorbereitung, aber jetzt ist es Zeit für die Mannschaft, das es wieder los geht, wieder um Punkte geht. Ich hoffe, dass wir von der ersten Sekunde an bereit sind", sagt Cheftrainer Urs Fischer. 

Die Testspiele seien zwar mehrheitlich gut verlaufen, zu vergleichen seien sie mit einem Meisterschaftsspiel aber keineswegs. 

Als ersten Gegner in der Rückrunde empfängt der FC Basel den Tabellenachten aus dem Tessin, den FC Lugano. Die Ticinesi haben einen Trainerwechsel hinter sich, grosse Veränderungen erwartet Fischer aber nicht. 

Gesund und ruhig wie lange nicht mehr 

Und auch beim FCB selber dürften die Veränderungen überschaubar sein. Die Winterpause war so ruhig wie lange nicht mehr. Birkir Bjarnason verliess den Verein in Richtung Aston Villa, Jean-Paul Boëtius wurde nach Genk ausgeliehen, und damit ist die Liste schon komplett. Der Kader wurde somit auf eine Grösse von 25 Spielern ausgedünnt.

Abwesende gibt es verletzungsbedingt keine zu beklagen, nur solche, die sich noch von einer Grippe erholen aber schon wieder trainieren (Taulant Xhaka), solche, die noch mit ihrer Nationalmannschaft am Afrika-Cup weilen (Omar Gaber, der mit Ägypten in den Final eingezogen ist), solche, die nach dem Ausscheiden noch Ferien geniessen (Adama Traoré und Geoffroy Serey Die) und einen, der nach dem Ausscheiden am U20-Turnier in Südamerika noch etwas Rückstand hat: Geburtstagskind Blas Riveros. 

Der heute 19 Jahre jung gewordene und zu Beginn des Trainings gefeierte Linksverteidiger wird aber dennoch im Aufgebot stehen morgen, wie Fischer verrät. "Er ist seit dieser Woche zurück und muss bereit sein, weil wir gerade auf der Position der Aussenverteidiger schwach besetzt sind." 

Die andere Option für Linksaussen heisst Raoul Petretta, ist 19 Jahre jung und stammt aus dem Nachwuchs des FC Basel. Er absolvierte das Trainingslager mit der ersten Mannschaft in Marbella und Fischer attestiert ihm, "zu Höherem berufen zu sein. Er hat einen starken linken Fuss, ein gutes Stellungsspiel und ist in der Spieleröffnung gut. Was ihm noch fehlt, ist die Stabilität. Daran muss er arbeiten. Also wäre es gut, wenn er mal damit beginnen könnte." 

Gut möglich also, dass Fischer, dem oft vorgeworfen wird, die Jungen zu wenig einzusetzen, morgen genau das tut. Überraschen würde es für einmal nicht. 

Das grosse Fragezeichen um Delgado 

Überraschen, das könnte auch Matías Delgado seine Fans. Noch ist immer noch nicht klar, ob der Captain seine Karriere nach dem Sommer weiterführen wird. Ende Hinrunde sagte er, dass er sich bis zum Rückrundenstart entschieden haben wolle. Verein, Fans, Freunde und seine Frau wollen, dass er weiter macht. Es hat Gespräche gegeben zwischen der Vereinsführung und dem Spieler, wie sowohl Delgado als auch Sportchef Georg Heitz bestätigen. "Stand heute Nachmittag ist aber noch nichts unterschrieben", wie Heitz sagt und fügt an: "Aber natürlich wünschen wir uns, dass er verlängert und daran arbeiten wir."

Mit einer Unterschrift und einer Videobotschaft vor dem ersten Spiel der Rückrunde würde Publikumsliebling Delgado auf jeden Fall genau für die Emotionen sorgen, die man im Joggeli vor dem Jahreswechsel so sehr vermisste.  

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