Super League

Thun und Luzern im Duell der Philosophien

Thun darf wieder jubeln: Auch dank der Geduld der Vereinsführung

Thun darf wieder jubeln: Auch dank der Geduld der Vereinsführung

Thun und der Luzern sind seit dem Rückrundenstart kaum mehr wiederzuerkennen. Wenn die beiden Überraschungsteams heute aufeinander treffen, ist es auch ein Duell unterschiedlicher Philosophien.

Präsident Markus Lüthi und Sportchef Andres Gerber haben im Berner Oberland viel Geduld bewiesen. Nur zwei Siege feierte der FC Thun in den 18 Spielen vor der Winterpause und lag distanziert am Tabellenende. Statt mit einem Trainerwechsel zu reagieren, hielten Gerber und Lüthi an Marc Schneider fest, investierten dafür in neues Personal.

Dank den Verpflichtung von Leonardo Bertone und Nicolas Hasler, die beide aus der Major League Soccer in die Schweiz zurückkehrten, konnte Schneider ein neues Spielsystem etablieren, das Thun wettbewerbsfähig machte. Mit drei Siegen aus vier Spielen wurde die Geduld der Berner Oberländer zum Rückrunden-Auftakt belohnt, auch wenn das Team noch immer auf dem letzten Platz liegt.

Einen anderen Weg, um aus der sportlichen Krise zu finden, wählte Luzern. Die Innerschweizer, die als einziges Team in der Rückrunde bisher makellos geblieben sind, wechselten im Dezember den Trainer aus. Mit Fabio Celestini, der im FCL Thomas Häberli ersetzte, fanden neue Reize und Werte den Weg nach Luzern. Unter dem ehemaligen Schweizer Internationalen entwickelte der FCL eine neue Solidarität und Mentalität, die sich auch in den wenigen kassierten Gegentoren zeigt.

Die Samstagsspiele in der Übersicht:

Zürich - Neuchâtel Xamax (2:2, 1:0). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Tschudi. - Absenzen: Zürich ohne Domgjoni (gesperrt), Charabadse und Zumberi (verletzt). Neuchâtel Xamax ohne Araz, Doudin und Dugourd (alle verletzt). - Statistik: Den einzigen Sieg der beiden Mannschaften seit der Winterpause errangen nicht die Zürcher, sondern die vom Abstieg bedrohten Neuenburger - letzten Samstag mit einem 2:1 in Sitten. In der Rückrundentabelle ist der FCZ mit nur einem - ebenfalls in Sitten errungenen - Punkt Letzter. Die Bilanz der Duelle seit Xamax' Wiederaufstieg im Sommer 2018 spricht jedoch für die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin. In den sechs Direktbegegnungen erwirtschafteten die Zürcher je drei Siege und Unentschieden.

Thun - Luzern (bisherige Duelle der Saison: 2:0, 0:2). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR San. - Absenzen: Thun ohne Hediger und Bigler (verletzt); Luzern ohne Kakabadse und Binous (verletzt). - Fraglich: -; Ndiaye, Voca. - Statistik: In der Stockhorn-Arena treffen zwei Mannschaften aufeinander, die an den vier Spieltagen der Rückrunde zusammen 21 Punkte eingefahren haben - drei Punkte unter dem Maximum. Vor der Winterpause hätten dies wohl die wenigsten vermutet. In den Duellen im Herbst siegte jeweils die Auswärtsmannschaft. Davor hatten die Berner Oberländer aus fünf Heimspielen gegen die Innerschweizer 13 Punkte geholt.

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