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Teleclub-Experte Rolf Fringer mit Frontalangriff gegen Romand-Fussball

Teleclub-Experte Rolf Fringer hackt auf den Welschen rum

Rolf Fringer

Teleclub-Experte Rolf Fringer hackt auf den Welschen rum

Vergangenen Herbst ging Sion-Boss Christian Constantin auf Rolf Fringer los, weil er sich ungerecht behandelt fühlte vom Teleclub-Experten. CC verteilte Ohrfeigen und Beleidigungen – ein Skandal. Die beiden Streithähne haben sich versöhnt. Jetzt macht Fringer wieder von sich hören. Mit einer Beleidigung für den welschen Fussball.

Lausanne kommt 2018 einfach nicht in die Gänge. Letzten Samstag verlieren sie zum vierten Mal in diesem Jahr, tauchen in der Pontaise gegen St. Gallen mit 1:4. Dass es sich dabei nicht um einen Glanzauftritt von Fabio Celestinis Team handeln kann, ist offensichtlich. Auf die Lausanner Passivität angesprochen lässt sich Teleclub-Experte Rolf Fringer  zur Aussage verleiten: «Sie spielen einen typisch welschen Match.» 

Eine Aussage, die in der Romandie nicht gut ankommt. Auf Twitter meldet sich prompt Alexandre Pasche zu Wort, seines Zeichens Schütze des einzigen Lausanner Treffers an letzten Samstag. Mit einem äusserst ironischen Kommentar: «Mit seiner Reaktion offenbart uns Herr Fringer seine immense Kompetenz als Berater und seine erstklassige Fähigkeit zur technisch-taktischen Analyse.» (frei übersetzt)

«Walliser Ohrfeigen scheinen nicht gewirkt zu haben»

In seiner Tonalität könnte die Reaktion kaum treffender sein. Denn das Pauschalurteil Fringers missachtet die Realitäten des Schweizer Fussballs. Der Erfolg von YB beispielsweise ist fast zur Hälfte welschen oder frankophonen Ursprungs. Fringer bedient ein Vorurteil, die Bemerkung, mangelnde Einsatzbereitschaft sei eine welsche Charaktereigenschaft trieft vor Klischee. Ein Boomerang für den Experten. Auf Twitter gibt es hämische Reaktionen. «Aïe aïe aïe, les baffes valaisannes lui ont pas suffit visiblement», schreibt einer («Ai, ai, ai, die Walliser Ohrfeigen scheinen ihm noch nicht genügt zu haben.»; d. Red.). 

Alexandre Pasches Konter auf die Fringer-Aussagen

Aber Fringer kriegt auch Zuspruch. Ein Twitterer attestiert Pasche zwar die nötigen Qualitäten und den Einsatz für das Team, zweifelt aber daran, dass das bei allen Lausanne-Profis der Fall sei. Prompt meldet sich Pasche erneut und präzisiert: «Ich prangere an, dass er den Mangel an Kampfgeist mit der Tatsache gleichsetzt, dass jemand Romand ist – nicht von unserer aktuellen Situation. Diese Art von Kommentaren kann man nicht tolerieren. Vor allem wenn sie aus dem Mund eines ehemaligen Nationaltrainers kommen.»

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