Super League

Taulant Xhaka nennt die Basler Mängel beim Namen

Taulant Xhaka verpasst sich nach der Niederlage in Luzern keinen Maulkorb und nennt die Basler Defizite beim Namen

Taulant Xhaka verpasst sich nach der Niederlage in Luzern keinen Maulkorb und nennt die Basler Defizite beim Namen

Basel verliert mit der Niederlage in Luzern den Anschluss im Meisterrennen. Nach der Corona-Pause tritt ein Manko unerwartet früh zutage. Taulant Xhaka spricht es an: Im Kader fehlt es an Breite.

Die Turbulenzen neben dem Rasen, das Millionenminus und die Dissonanzen mit der Muttenzerkurve, sind das eine. Die Schwächen auf dem Platz das andere. Im ersten Ligaspiel nach dem zähen Sieg gegen den Challenge-League-Leader Lausanne-Sport im Cup-Viertelfinal (3:2 n.V.) zeigte sich noch mehr, dass der FC Basel im Vergleich zu den Young Boys dünn aufgestellt ist. Die Ausfälle der Stammkräfte Valentin Stocker, Raoul Petretta und Ricky van Wolfswinkel sowie von Dribbler Edon Zhegrova fielen gegen Luzern ins Gewicht. Das gestand nach der 1:2-Niederlage auch Taulant Xhaka ein, der klare Worte wählte. Als Ausrede für den ungenügenden Auftritt wollte der Captain die dünne Personaldecke nicht ins Feld führen, unerwähnt liess er sie aber nicht.

Taulant Xhaka, was lief schief gegen Luzern?

"Wir haben verloren, und das nicht unverdient. Luzern war bissiger und wir nicht von Anfang an bereit. Da können wir nichts schönreden. Die Enttäuschung ist gross."

Was werfen Sie sich und Ihrer Mannschaft vor?

"Wir waren nicht bissig, nicht hungrig genug. Im Spiel nach vorne machten wir zu wenig, wir fanden keine Mittel und standen auch defensiv nicht gut."

Wir erklären Sie sich die ungenügende Leistung? Immerhin steht im Meisterrennen viel auf dem Spiel.

"Es soll keine Entschuldigung sein, aber uns fehlten schon wichtige Spieler - Stocker zum Beispiel, der eigentlich ein Leader auf dem Platz ist, Petretta, Zhegrova. Zhegrova wäre einer, der im Eins-gegen-eins etwas hätte ausrichten können. Solche Spieler kannst du mit Jungen nicht gleichwertig ersetzen - auch wenn diese es gut gemacht haben."

80 Minuten lang ging fast gar nichts, dann wurde es doch noch spannend.

"Schade ging mein Weitschuss an die Latte und nicht ins Tor. Aber wie gesagt: Die Luzerner haben verdient gewonnen, sie hatten die besseren Chancen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir es am Mittwoch bei Neuchâtel Xamax besser machen."

Der Rückstand auf St. Gallen und die Young Boys beträgt jetzt acht Punkte. Wars das im Meisterrennen?

"Nein, wir bleiben dran und geben nicht auf. Wir kämpfen bis zum Schluss. Aber einfach wird es nicht, das ist so."

Was war der Plan vor der Partie?

"Der Plan war, Vollgas zu geben. Wir wussten, wie Luzern spielen wird; der Trainer hat uns gut darauf eingestellt, doch wir setzten es nicht um. Wir wussten auch, dass YB und St. Gallen vorgelegt haben und wir nachziehen mussten. Jetzt sind wir statt fünf acht Punkte zurück. So etwas darf einem FC Basel nicht passieren, auch nicht auswärts."

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