FC Basel
Sturmflaute beim FC Basel - kein Problem für Trainer Urs Fischer

Wenn die Stürmer nicht mehr treffen, kann dies rund um einen Verein schon einmal kollektive Angstzustände auslösen. Auch bei FCB-Trainer Urs Fischer? Von wegen. Fischer hat für die Frage nur ein müdes Lächeln übrig.

Sebastian Wendel
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Der FCB-Angriff um Marc Janko und Co. kämpft seit Beginn des Jahres 2016 mit einer Torflaute: Nur eines der bisher 17 Tore ging auf das Konto eines Stürmers.

Der FCB-Angriff um Marc Janko und Co. kämpft seit Beginn des Jahres 2016 mit einer Torflaute: Nur eines der bisher 17 Tore ging auf das Konto eines Stürmers.

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Er sagt: «Das kümmert mich nicht. Wichtig für mich ist: Marc Janko und Breel Embolo kommen zu ihren Chancen. Was soll ich als ehemaliger Verteidiger denn einem wie Janko schon raten? Der hat genug Erfahrung, um mit einer solchen Phase richtig umzugehen und da wieder hinauszufinden.»

Fischers Gleichgültigkeit hat einen weiteren Grund: In den sieben Spielen im Jahr 2016 erzielte der FCB stolze 17 Treffer. Obwohl davon nur einer auf das Konto eines gelernten Stürmers ging (Janko traf per Penalty in Saint-Étienne) – die Basler Sturmflaute fällt bislang nicht ins Gewicht.

Daran ändert vorerst auch das 0:0 im Hinspiel gegen Sevilla nichts. Vorerst. Doch was, wenn der FC Basel nächste Woche in Spanien unglücklich mit 0:1 verliert? Hypothetisch, klar.

Doch in diesem Fall dürfte der Ärger über die verpassten Chancen im Hinspiel noch grösser sein als vorgestern, als man sich in den Basler Reihen primär über die starke Leistung und über die Tatsache freute, kein Gegentor erhalten zu haben. Bleibt zu hoffen, dass das Hinspiel gegen Sevilla in dieser Saison die einzige Partie bleibt, in der Rot-Blau kein Tor erzielt hat.

Samuels Sperre könnte entscheiden

Was ist denn möglich im Rückspiel gegen den Titelverteidiger, der im St. Jakob-Park einen zwiespältigen Eindruck hinterliess? «Wir können sie packen», sagt Renato Steffen, «wenn wir unsere Chancen besser verwerten.» Viel dürfte davon abhängen, wie der FCB die Sperre von Walter Samuel wegsteckt.

Der 37-jährige Innenverteidiger war mit seiner Routine einer der Garanten dafür, dass Sevilla offensiv unter den Erwartungen blieb. In Spanien wird Samuel entweder von Daniel Hoegh oder von Michael Lang ersetzt – der Einsatz von Letzterem steht wegen seiner Knöchelverletzung jedoch auf der Kippe.

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