Die Nullnummer gegen die Berner Oberländer am letzten Sonntag im ersten Spiel in der "swissporarena" war nicht zum erhofften Luzerner Fussballfest geworden. Dennoch ist die Euphorie ungebrochen. Die Verantwortlichen rechnen in der laufenden Spielzeit mit einem Schnitt von 12'000 Zuschauern, mit der Erhöhung des Budgets auf 20 Millionen stiess der FCL in neue Dimensionen vor.

Bereits heute bietet sich dem Team von Murat Yakin die nächste Chance, Fans und Umfeld von Grösserem träumen zu lassen. Bei einem Sieg in Lausanne, dem ersten in der Meisterschaft seit mehr als zehn Jahren, winkt den Luzernern der erneute Sprung an die Tabellenspitze. Auch gegen Lausanne werden die Luzerner allerdings nicht in Bestbesetzung antreten können. Daniel Gygax leidet noch immer an einer Fussverletzung, die beiden Mittelfeldspieler Michel Renggli und Alain Wiss sowie Hakan Yakin, der über Probleme mit dem Knie klagt, sind angeschlagen.

Lausanne-Sport geht auch im zweiten Heimspiel innerhalb von vier Tagen als Aussenseiter in die Partie - trotz des 2:1-Sieges am vergangenen Samstag gegen Zürich. Der erste Erfolg in der Super League seit Dezember 2001 macht beim Aufsteiger Lust auf mehr. Die Waadtländer Hoffnungen gegen Luzern ruhen erneut auf Jocelyn Roux, dem Doppeltorschützen vom Samstag. Der Stürmer war in der Vorbereitung bereits aussortiert worden und hatte bei Etoile Carouge trainiert, ehe man ihn kurz vor Beginn der Meisterschaft doch noch mit einem neuen Vertrag ausstattete.