FC Basel

Steht der in Mainz unzufriedene Nationalspieler Frei vor der Rückkehr zum FCB?

Mai 2015: Fabian Frei wird von FCB-Sportdirektor Georg Heitz (links) und Präsident Bernhard Heusler verabschiedet.

Mai 2015: Fabian Frei wird von FCB-Sportdirektor Georg Heitz (links) und Präsident Bernhard Heusler verabschiedet.

Steht Fabian Frei vor der Rückkehr zum FC Basel? Will er an die Weltmeisterschaft in Russland braucht er Spielpraxis. In Mainz bekommt er diese momentan nicht. Spielt er deshalb bald wieder in Basel?

«Basels Akanji steht oben auf der Liste» − diesen Titel setzt der «Kicker» in seiner Ausgabe vom Donnerstag über die Vorberichterstattung zum Bundesligaspiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen. Das Fachmagazin weist darauf hin, dass der Dortmunder Sportdirektor Michael Zorc den Innenverteidiger des FC Basel gegen Manchester United beobachtet habe, und spekuliert damit, dass der 22-jährige Schweizer Nationalspieler schon im Januar zum BVB stossen könnte, um dessen schwächelnde Defensive zu stabilisieren.

Keine News in deutschen Medien werden indes betreffend Fabian Frei verbreitet; auch er Mitglied der Nati und beim überraschenden Comeback im Oktober gegen Ungarn sogar Torschütze. Dennoch würde es nicht überraschen, käme in den nächsten Wochen die Meldung, der 28-jährige Mittelfeldspieler würde den FSV Mainz 05 verlassen und zum FC Basel zurückkehren. Sportchef Marco Streller jedenfalls soll nach dem Champions-League-Spiel in Lissabon beim Essen des FCB mit den Topsponsoren davon gesprochen haben, nach den jungen Albian Ajeti und Cedric Itten auch ältere ehemalige Basler Spieler in den St. Jakob-Park zurückzuholen. Neben dem bei Hertha Berlin nach wie vor im Offside stehenden und überdies verletzten Valentin Stocker kommt da in erster Linie Fabian Frei infrage.

In Mainz auf der Ersatzbank

Dieser hatte vor zweieinhalb Jahren und nach 260 Pflichtspielen für Rotblau zu Mainz gewechselt. Dort hat der Ostschweizer aufgrund einer schweren Muskelverletzung eine schwierige erste Saison erlebt, ist in der zweiten Spielzeit unter Trainer Martin Schmidt aber mehrheitlich Titular gewesen. Als im letzten Sommer Sandro Schwarz den Schweizer Trainer ablöste, schien es für Frei gut weiterzugehen. Doch nach vier Startelfeinsätzen wurden die Spielminuten weniger, in den letzten drei Partien sass er zu seinem Unverständnis drei Mal während 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Weil Frei natürlich das Ziel hat, bei der WM in Russland dem Schweizer Kader anzugehören, muss er einen Wintertransfer ins Auge fassen. Dass da der FCB, mit dem er fünf Mal Meister und zwei Mal Cupsieger geworden war, eine heisse Adresse ist, liegt auf der Hand. Obwohl er nicht mehr der Jüngste ist, würde er gut in die Philosophie passen. Im Nachwuchs des FCB ausgebildet, spielte er sechs Jahre für die erste Mannschaft und wurde zu einer Identifikationsfigur. Murat Yakin sah im früheren Offensivspieler einen zentralen defensiven Mittelfeldakteur, und in dieser Rolle wurde Frei besser und besser und auch in den internationalen Wettbewerben ein unverzichtbarer Leistungsträger.

Gegen Ungarn überzeugt

Das war er in der Nationalmannschaft aber nie. Unter Vladimir Petkovic hatte es ihm, auch wegen seiner Verletzungen, nur zu ein paar Kurzeinsätzen gereicht. Bis er eben gegen Ungarn die Chance bekam, für Blerim Dzemaili als offensiver Mittelfeldspieler aufzulaufen und seine Aufstellung rechtfertigte. Seine WM-Chancen also sind intakt, wenn er im Verein Spielpraxis bekommt. Diese würde er beim FCB wohl erhalten, zumal dieser im Frühjahr noch in drei Wettbewerben vertreten ist.

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