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Stadion-Beschwerde und Krawall-Strafe: Doppelter Ärger beim FC Aarau

Aaraus Präsident Alfred Schmid (links) und Trainer Sven Christ vor der neuen Saison.

Aaraus Präsident Alfred Schmid (links) und Trainer Sven Christ vor der neuen Saison.

Beim FC Aarau stehen die Zeichen vor dem Saisonstart gegen Basel auf Sturm: Neben der Beschwerde gegen das neue Stadion macht dem Club die Strafe wegen den Ausschreitungen im Nachgang zum Match gegen Basel zu schaffen.

Doppelter Ärger beim FC Aarau: Einerseits erregt die Beschwerde in letzter Minute gegen die Baubewilligung für das Stadion im Torfeld Süd die Gemüter.

Alfred Schmid sprach an der gestrigen Medienkonferenz Klartext. «Wir sind über den Inhalt der Beschwerde nicht im Bild», sagt der Präsident des FC Aarau. «So oder so fehlt mir aber jegliches Verständnis für das Vorgehen des Einsprechers. Für mich ist diese Person nichts anderes als ein Heckenschütze. Ich frage mich», fügt der Vereinsverantwortliche hinzu, «warum er nicht hinsteht und sich zu erkennen gibt. Klar ist auch, dass wir nach wie vor an einer gütlichen Einigung interessiert sind. Der FC Aarau braucht eine schnellstmögliche Lösung.»

Und der zweite Ärger? Das Heimspiel gegen den FC Basel am Samstag, 19. Juli, 17.45 Uhr, scheint unter ungünstigen Vorzeichen zu stehen. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League brummte den Aarauern nach den Ausschreitungen der letzten Partie gegen Basel (1:3) am 15. Mai eine Busse von 40 000 Franken auf und will für das erste Spiel in der neuen Meisterschaft den Gästesektor mit einem Fassungsvermögen von 1000 Zuschauern sperren.

Die FCA-Führungscrew legte gegen diesen Entscheid Rekurs ein.

Heute Freitag kommt es in Bern zu einer Anhörung mit Vertretern beider Parteien. Spätestens am nächsten Montag wird man wissen, ob die Liga auf ihrem Urteilsspruch beharren wird oder Milde walten lässt. Hält sie an ihrem Entscheid fest, wird das extreme Auswirkungen auf die Zuschauerzahl haben. Zum Ersten würden die Einnahmen aus dem Gästesektor fehlen, zum Zweiten wären auch Auflagen für die FCA-Fans möglich. Im Extremfall wären nicht einmal 4000 Zuschauer im Brügglifeld. Das hätte drastische Mindereinnahmen zur Folge.

Bei allem Trubel abseits des Spielfelds kommt der sportliche Aspekt beinahe zu kurz. Das aktuelle Kader des FC Aarau gut eine Woche vor dem Saisonauftakt umfasst 19 Feldspieler und 2 Torhüter. Mit Flügelstürmer Frank Feltscher, Torhüter Ulisse Pelloni und Mittelfeldspieler Sandro Wieser gibt es drei Zuzüge. Verletzt sind Daniele Romano (Muskelfaserriss) und Feltscher (Wadenbeinbruch).

Laut Urs Bachmann sind die Transferaktivitäten nicht abgeschlossen. «Geplant sind noch eine bis drei Verstärkungen», sagt der Sportchef. «Wir hoffen, dass wir vor der Partie gegen Basel noch einen Stürmer verpflichten können.»

Im Gespräch sind weiter der Lette Edgars Gauracs (Spartaks Jurmala), Ante Vukusic (zuletzt Lausanne) und Vincenzo Rennella, der dem spanischen Club Betis Sevilla gehört.

Neutrainer Sven Christ steigt nach eigener Aussage mit einem sehr guten Gefühl in die neue Saison. «Die Mannschaft ist intakt», sagt der 40-Jährige. «Die Spieler sind interessiert und offen für neue Ideen. Es sind Fortschritte zu erkennen.»

Neu zum Staff zählt mit Robert Meyer ein Athletik-Trainer. Ausserdem wurde mit Swen König ein neuer Torhüter-Trainer und mit Noldi Ackermann ein Team-Administrator verpflichtet.

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