Super League

St. Galler Trotzreaktion bei Meister YB?

St. Gallens Trainer Peter Zeidler will heute den Schweizer Meister YB in die Knie zwingen

St. Gallens Trainer Peter Zeidler will heute den Schweizer Meister YB in die Knie zwingen

Die Super League verabschiedet sich heute mit dem Spitzenspiel zwischen den Young Boys und dem FC St. Gallen in die Länderspiel-Pause. Die Rollen sind klar verteilt, darin sieht der FCSG seine Chance.

Wenn es nach Peter Zeidler geht, ist die Fussball-Schweiz ein launisches Wesen. "Viele setzen nicht mehr auf uns", sagte der St. Galler Trainer zwei Tage vor dem Spitzenspiel der Super League in Bern. Dass nur eine geringe Anzahl Medienschaffende zur Pressekonferenz vor dem sonntäglichen Duell mit den Young Boys im St. Galler Kybunpark erschien, schreibt der 58-jährige Deutsche mehr dem fehlenden Glauben an die Ostschweizer als dem Coronavirus zu. Und so findet Zeidler die Chance des FCSG gegen YB darin, dass dem FCSG offenbar niemand eine Chance gibt.

Die Young Boys sind mit der letzten Saison endgültig zum Alleinherrscher des Schweizer Fussballs aufgestiegen, indem sie erstmals seit 1958 Meisterschaft und Cup gewannen. Besonders eindrücklich ist die Dominanz der Berner an der Bilanz im eigenen Stadion abzulesen. Die letzte Meisterschafts-Niederlage von YB auf dem Kunstrasen im Wankdorf liegt über zwei Jahre zurück, der letzte St. Galler Sieg an selber Stelle ist gar 15 Jahre her.

Die Zahlen sind auch Zeidler bekannt. Trotzdem sagt er: "Wir werden die Punkte nicht per Post dahin schicken." Damit sich der Ausflug nach Bern für die Ostschweizer lohnt, braucht es beim Gast allerdings eine massive Leistungssteigerung im Vergleich zum Heimspiel vom letzten Sonntag gegen Basel (1:3). "Noch konsequenter sein, noch aufmerksamer, noch schneller", sagt Zeidler. Er traut seinen Spielern diesen Effort zu, auch wenn die Young Boys am Donnerstag in der Europa League sogar wieder das Toreschiessen für sich entdeckt haben.

Übersicht des Spiels:

Young Boys - St. Gallen (3:2, 4:3, 3:3, 3:1). Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Tschudi. - Absenzen: Lauper, Martins, Spielmann, Petignat (verletzt); Abaz, Alves, Gonzalez, Lüchinger (verletzt), Kamberi (Coronavirus). - Statistik: Der Spitzenkampf der Super League findet unter klaren Vorzeichen statt. Während die Young Boys in der Meisterschaft noch ungeschlagen sind und am Donnerstag in der Europa League beim 3:0-Sieg über CSKA Sofia auch das Toreschiessen wiederentdeckt haben, findet sich St. Gallen in einer Baisse wieder. Auf eine 0:1-Niederlage in Lugano folgte für die Ostschweizer letztes Wochenende daheim gegen Basel beim 1:3 die zweite Niederlage in Folge. Auch die Bilanz der letzten Direktbegegnungen spricht gegen die Ostschweizer, die als einziges Super-League-Team in dieser Saison noch nicht von Spielverschiebungen wegen des Coronavirus betroffen waren. Seit Mai 2019 wartet der FCSG gegen YB auf einen Sieg.

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