Die Einsatzkräfte hätten aber verhinderten können, dass es zu grösseren Sachbeschädigungen gekommen sei, teilt die Berner Polizei mit.

Die Randale begannen kurz nach dem Spiel im Gästesektor. Die Polizei hielt die St. Galler zurück, damit sie nicht auf YB-Fans treffen konnten. Die St. Galler haben dabei sanitäre Anlagen und das Mobiliar im Gästesektor stark beschädigt und Feuerwerks-Körper gezündet.

Hundert vermummte Randalierer

Nachdem der Ausgang für die Gästefans geöffnet wurde, hätten St. Galler Fans umgehend die Konfrontation mit der Polizei gesucht, so die Kapo. Auf dem Weg zum Bahnhof richteten die rund hundert mehrheitlich vermummten Fans dann weiteren Sachschaden an.

Sie bewarfen dabei Polizisten mit Flaschen, Steinen und Knallpetarden. Die Polizei setzte darauf Gummischrot und Tränengas einsetzen.

Ermittlungen eingeleitet

Den Ordnungskräften gelang es, die aufgebrachten Fans zum Bahnhof zu dirigieren. Die Situation beruhigte sich laut Polizei erst als der Extrazug nach mehrmaligenZiehen der Notbremse den Bahnhof endlich verlassen hatte.

Eine Polizistin musste sich ambulant im Spital behandeln lassen, nachdem sie von einem Stein am Kopf getroffen wurde. Zwei Polizisten erlitten Prellungen und weitere vier Mitarbeitende sind in ärztlicher Behandlung, weil ihr Gehör durch Knallpetarden kurzzeitig beeinträchtigt war.

Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen eingeleitet. Eine Person, die Steine warf, wurde bereits vor Ort angehalten.