Fussball-Wochenende

Spannung in der Super League dank Barrage – GC am Ende

Xamax schlägt Thun 2:0 – und macht damit den Kampf gegen den Barrageplatz spannend.

Xamax schlägt Thun 2:0 – und macht damit den Kampf gegen den Barrageplatz spannend.

In der Super League zittern sieben Teams um die Abstiegsplätze. Auch in anderen Ländern bleibt es weiterhin spannend. Liverpool und Shaqiri haben weiterhin die Chance auf den Meistertitel, Frankfurt geht die Luft aus.

1. Xamax nützt das Thuner Schwächeln

GC steigt ab! Nach dem 2:0-Sieg von Xamax in Thun ist der erstmalige Abstieg der Grasshoppers so gut wie besiegelt; wenn auch noch nicht mathematisch. Doch die zwölf Punkte Rückstand auf das den Barrageplatz belegende Xamax und dazu noch ein deutlich schlechteres Torverhältnis lassen den Zürchern vier Runden vor Schluss keine Hoffnungen mehr.

So fragt man sich nun: Was wären die Super und die Challenge League ohne die Barrage? Im Oberhaus, wo YB als Meister längst feststeht und das schwache GC als Tabellenschlusslicht bös abgehängt ist, würde es zwar noch um Europacup-Plätze gehen, aber richtig kribbelig wäre das nicht. Und in der Challenge League würden sich Lausanne und Aarau hinter dem designierten Aufsteiger Servette einen Kampf um die Goldene Ananas als Tabellenzweiter liefern. Dank der wieder eingeführten Barrage aber herrscht in der Swiss Football League Hochspannung.

In der Super League trennen den drittplatzierten FC Lugano und Xamax nur fünf Punkte. Nach elf Spielen ohne Sieg ist der FC Thun, monatelang auf dem dritten Rang klassiert, diesen nun los und liegt lediglich noch vier Zähler vor dem Barrageplatz. Die Vorfreude auf den Cupfinal gegen Basel am 19. Mai ist arg getrübt. Verrückt: Sieben Mannschaften spielen noch um einen
Europacup- und gleichzeitig gegen den Barrageplatz.

2. Jetzt kommt es zum Knüller Xamax - FCZ

Nachdem der FC Zürich in Basel sang- und klanglos 0:3 eingegangen war, musste er tags darauf mit ansehen, wie ihm Xamax bis auf einen Zähler auf die Pelle rückte. Im Kalenderjahr 2019 hat der Aufsteiger nun fast das Doppelte an Punkten erbeutet wie der FCZ. «Wir bleiben nach dem Sieg in Thun ganz bodenständig», sagte Kemal Ademi, der das 1:0 für die Neuenburger erzielt hatte. «Wir sind locker und überhaupt nicht nervös.» In dieser Beziehung dürfte es beim FCZ ganz anders aussehen. Immerhin hat er das Glück, dass im Direktduell am Samstag Xamax’ Toptorschütze Raphaël Nuzzolo gesperrt fehlt.

3. Auch der FC Sion in der Bredouille

Nach drei Niederlagen in Folge ist auch der mit dem FCZ punktgleiche FC Sion hochgradig gefährdet, auf einen Barrageplatz abzurutschen. Nach dem 0:4 gegen YB sprach Pajtim Kasami indes von Abschlusspech und gab die Durchhalteparole aus. Meister YB hatte auf seiner Jagd nach Rekorden aber ernst gemacht, sodass der Trainer der Walliser, Murat Yakin, hinterher von einem Klassenunterschied sprach. Jetzt muss er mit seinem Team am Sonntag beim FC St. Gallen antreten, der sich mit dem Sieg bei GC zwar etwas Luft verschaffte, aber viel zu ungefestigt ist, um sich des Klassenerhalts schon sicher zu sein.

4. Die Hoffnung der Reds und von Shaqiri lebt

Der Meistertitel in der Premier League wird am letzten Spieltag vergeben. Die Vorteile liegen bei Manchester City, weil es das Ziel mit zwei Siegen (heute gegen Leicester und am Sonntag in Brighton) erreichen kann. Leader ist nach dem 3:2 in Newcastle derzeit aber wieder der FC Liverpool. Divock Origi erzielte nach einer Freistossflanke von Joker Xherdan Shaqiri den Siegtreffer (86.). Bevor die Reds gegen Wolverhampton die Meisterschaft beenden, treffen sie in der Champions League auf Barça. ManUnited hat derweil die Qualifikation für diesen Wettbewerb nach einem 1:1 in Huddersfield verpasst.

Shaqiri postet dieses Bild nach seinem Freistoss, der zum Tor führt

5. Eintracht Frankfurt geht die Luft aus

Gegen Ende einer bisher fantastischen Saison geht der Frankfurter Eintracht in der Bundesliga die Luft aus. In einer Art Finalspiel um Rang 4, einem Champions-League-Platz, kassierten die Hessen in Leverkusen eine 1:6-Schlappe. Als Bayer nach 36 Minuten bereits mit diesem Resultat führte, mussten die nach vielen Europa-League-Spielen platten Frankfurter mit einer zweistelligen Niederlage rechnen. Noch halten sie aber den vierten Platz. Am Tag zuvor hatte der BVB mit einem 2:2 in Bremen seine Titelchancen markant geschmälert; er liegt nun vier Punkte hinter Tabellenführer Bayern München zurück.

6. Union stolpert, darf aber weiter hoffen

Mit einem Remis in Fürth kann in der zweiten Bundesliga der 1. FC Köln heute Abend die Rückkehr ins Oberhaus feiern. Die Aufstiegskandidaten hinter dem Leader aber sind vom Nervenflattern erfasst worden und verloren allesamt. Nach dem 0:2 von Paderborn in Bielefeld am Freitag und dem blamablen 0:3 des HSV gegen Ingolstadt am Samstag stolperte auch Union Berlin am Sonntag mit einer 1:2-Niederlage in Darmstadt. «Wir haben gut gespielt, aber leider die Chancen nicht genützt», sagte Trainer Urs Fischer. Zwei Runden vor Schluss ist Paderborn Zweiter (54 Punkte) vor Union und dem HSV (je 53).

Als noch alles in Ordnung war: Union Berlin twittert zur ersten Halbzeit

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