Beide Treffer für die «Seleccion» schoss David Villa. Er traf in der 17. Minute mit einem Schlenzer in die hohe Ecke, kurz nach der Pause schoss er mit einem abgelenkten Schuss von der Strafraumgrenze das 2:0. Nach einer Stunde bot sich dem besten Spanier an diesem Abend sogar die Chance, als Dreifach-Torschütze nach Hause zu gehen. Nach einem Foul von Emilio Izaguirre an Jesus Navas setzte Villa den fälligen Penalty aber knapp neben das Tor.

Trotz des klaren Sieges braucht Spanien im abschliessenden Gruppenspiel gegen Chile einen Sieg, um sicher die K.o.-Runde zu erreichen. Allerdings dürfte sich die Aufgabe gegen den verlustpunktlosen Leader der Gruppe H aus Südamerika als wesentlich schwieriger erweisen. Honduras konnte den Spaniern in keinster Weise Paroli bieten. Dem nächsten Gegner der Schweiz bot sich im ganzen Spiel keine zwingende Torchance. Erst als die Spanier in der Schlussphase das Tempo drosselten, verzeichnete der Aussenseiter mehr Spielanteile.

Leere Worte

Noch vor dem zweiten WM-Duell mit Spanien nach 1982 hatten sich die Honduraner optimistisch geäussert. Spanien sei nicht unschlagbar und man trete an, um das Spiel zu gewinnen. Letztlich erwiesen sich die Aussagen als leere Worte. Honduras war schlicht chancenlos und mit dem 0:2 noch sehr gut bedient. In der zweiten Halbzeit rollte Angriff um Angriff auf das honduranische Tor, einzig der mangelnden Effizienz der spanischen Ballkünstler hatte es Honduras zu verdanken, dass es keine Kanterniederlage kassierte.

Bester Mann auf dem Platz war David Villa. Der zukünftige Barcelona-Stürmer wich im Vergleich zum Startspiel für den angeschlagenen Andres Iniesta auf die linke Seite und setzte sich am Flügel wiederholt blendend in Szene. Bereits in der siebten Minute hatte er mit einem Weitschuss aus 25 Metern die Latte getroffen, zehn Minuten später sorgte er nach einem herrlichen Dribbling an drei Gegenspielern vorbei und dem 1:0 bereits für die Vorentscheidung.

In der 41. Minute hätte das Spiel für Villa allerdings beendet sein müssen, als er sich zu einer Tätlichkeit hinreissen liess. In Erwartung einer Freistossflanke griff Villa seinem Gegenspieler mitten ins Gesicht. Weniger Fortune als Villa hatte Fernando Torres. Zusammen mit Navas war der Liverpool-Stürmer in die Mannschaft gerückt, seine Nomination konnte er aber wegen einiger verpassten Torchancen nur teilweise rechtfertigen. (si)