Dass Lugano nach sechs Niederlagen in Serie wieder einmal zu einem Punkt gekommen ist, war angesichts des Spielverlaufs ein schwacher Trost für den neuen Trainer Guillermo Abascal. Der 29-jährige frühere Chiasso-Coach, der im Verlauf der Woche Pierluigi Tami ersetzt hat, sah schon nach weniger als drei Minuten den ersten Treffer seiner Mannschaft. Und auch nach dem Kopfball-Tor von Carlinhos waren die Tessiner deutlich gefährlicher. Der erst zum zweiten Mal von Beginn weg eingesetzte Marc Janko traf in der 38. Minute nur die Latte.

Abascal nahm nur wenige personelle Veränderungen vor. Janko kam zum Einsatz, weil Alexander Gerndt verletzt fehlte, und in der Verteidigung erhielt Fulvio Sulmoni den Vorzug gegenüber Steve Rouiller. Die Luganesi waren in dieser Zusammenstellung die bessere Mannschaft, verpassten es aber trotz guter Chancen die Führung auszubauen.

Thun war bis in die Schlussphase harmlos. Obwohl mehr in Ballbesitz brachten die nunmehr seit vier Spielen ungeschlagenen Gäste nichts Nennenswertes zustande. Die zwei ersten Schüsse auf das Tor von Luganos Keeper Joël Kiassumbua reichten dann aber für einen Treffer. Den ersten von Grégory Karlen wehrte der kongolesische Internationale noch ab, gegen den zweiten von Nuno Da Silva war er dann machtlos.

Telegramm:

Lugano - Thun 1:1 (1:0)

3148 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 3. Carlinhos (Mariani) 1:0. 82. Da Silva (Karlen) 1:1.

Lugano: Kiassumbua; Daprelà, Sulmoni, Golemic, Amuzie; Sabbatini, Piccinocchi (83. Manicone), Mariani (70. Ledesma); Crnigoj, Janko, Carlinhos (52. Vecsei).

Thun: Faivre; Glarner, Lauper, Sutter, Kablan; Tosetti (75. Da Silva), Karlen, Hediger, Ferreira (46. Gelmi); Spielmann, Sorgic (91. Hunziker).

Bemerkungen: Lugano ohne Gerndt, Bottani und Da Costa (alle verletzt). Thun ohne Bigler, Nikolic, Bürgy, Costanzo und Joss (alle verletzt). 38. Kopfball von Janko an die Latte. Verwarnungen: 38. Amuzie (Unsportlichkeit). 81. Glarner (Foul).

Rangliste:

1. Young Boys 28/65 (68:30). 2. Basel 28/52 (49:23). 3. St. Gallen 29/45 (45:52). 4. Luzern 28/40 (39:42). 5. Zürich 28/37 (35:35). 6. Grasshoppers 29/32 (35:41). 7. Thun 29/32 (43:54). 8. Lugano 29/32 (28:44). 9. Lausanne-Sport 28/31 (40:53). 10. Sion 28/28 (38:46).