Areal Hardturm
So sieht das neue Hardturm-Stadion aus

Der Stadtrat hat heute die Projekte «Stadion Zürich» und «Städtische Wohnüberbauung Hardturm» vorgestellt und die beiden Geschäfte an den Gemeinderat überwiesen. Voraussichtlich im Herbst 2013 werden die Zürcher Stimmberechtigten darüber abstimmen.

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Das neue Hardturm-Stadion in der Visualisierung
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Die Visualisierungsbilder der neuen Hardturm-Arena
Die Aussenansicht des Stadions
Beim Areal Hardturm werden auch neue Wohnungen gebaut

Das neue Hardturm-Stadion in der Visualisierung

Hochbaudepartement Zürich

Endlich: Ankick im neuen Zürcher Hardturm-Stadion, dem künftigen Stadion Zürich, ist im Juli 2017 - falls alles nach den Plänen des Stadtrats läuft. Nächstes Jahr müssen aber Stadtparlament und Stimmberechtigte erst mal über die nötigen Kredite befinden.

Nach jahrelangem Gezerre nimmt das Stadion Zürich nun konkrete Formen an. Am Mittwoch präsentierte der Stadtrat das Siegerprojekt des Wettbewerbs mit dem Namen "Hypodrom". Vorgesehen ist der Bau eines Stadions für beide Stadtclubs, den FC Zürich (FCZ) und den Grasshoppers Club (GC).

Das geplante Stadion bietet maximal 19'500 Plätze - einschliesslich Stehplätze. Für internationale Spiele müssen diese in Sitzplätze umgewandelt werden, was das Fassungsvermögen des Stadions auf 16'000 verringert.

Hexenkessel und Sicherheit

Einer der grossen Unterschiede zum offenen, als Leichtathletik-Stadion konzipierten Letzigrund sind die steil ansteigenden Ränge und die geschlossene Bauweise des Stadions: Sie versprechen «Hexenkessel»-Atmosphäre bei spannenden Spielen.

Sicherheit wird gross geschrieben: Die Fankurven für die beiden Clubs liegen einander gegenüber. Die Fans der Stadtclubs beziehungsweise von Gastclubs betreten und verlassen das Stadion auf getrennten Wegen.

Neben dem Stadion baut die Stadt eine Wohnsiedlung mit 154 bezahlbaren Wohnungen und verschiedenen Infrastruktureinrichtungen. 42 Wohnungen davon sind für die Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien reserviert.

Volksabstimmung im September 2013

Im Frühling 2013 befindet das Stadtparlament, der Gemeinderat, über einen Objektkredit von 230 Millionen Franken und einen jährlichen 8,3-Millionen-Franken-Betriebsbeitrag für das Stadion. Dazu kommt ein Objektkredit von 103 Millionen Franken für die Wohnsiedlung.

Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten voraussichtlich im September 2013. Sagen sie Ja und läuft auch danach alles nach Wunsch des Stadtrats, erfolgt im September 2015 der Spatenstich. Im Juli 2017 könnten dann das Stadion in Betrieb genommen und die Wohnungen bezogen werden.

Eigentümerin des Stadions bleibt die Stadt Zürich. Sie vermietet es für jährlich 9,1 Millionen Franken an die noch zu gründende Betriebsgesellschaft, in der die beiden Clubs und die Stadt vertreten sind. Ein kleiner Teil der Aktien wird als Volksaktien aufgelegt.

Man wolle «etwas tun für unsere Clubs», erklärte Finanzvorsteher Martin Vollenwyder (FDP). Er meinte dies vor allem in finanzieller Hinsicht: Die kalkulierten Betriebszahlen des Stadions würden auch bei aller Anstrengung «nicht schwarz überm Strich». Die Stadt garantiert eine Defizitgarantie von maximal 8,3 Millionen jährlich.