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Skandal: FCB-Star Benjamin Huggel prügelt auf Fotograf ein

Die Negativschlagzeilen um die Spieler des FC Basel reissen nicht ab. Nun trifft es den Mittelfeldspieler Benjamin Huggel. Dieser soll in der Kabine einen Fotografen verprügelt haben.

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Benjamin Huggel

Benjamin Huggel

Keystone

Basel. An der Meisterfeier des FC Basel am 25. Mai kam es in der FCB-Kabine zu einem Übergriff gegen einen Fotografen, wie erst jetzt publik wird. Gemäss der Zeitung „Der Sonntag" wurde FC-Basel-Spieler Benjamin Huggel gegen den „Blick"-Fotografen Christoph „Toto" Marti tätlich. Bei der Bier- und Champagnerdusche in der FCB-Kabine wurde gezielt Martis Kamera gesucht. Die gut zehntausendfränkige Bildermaschine ging kaputt.

Huggel-Attacke mit Bierflasche

Marti wehrte sich, er schubste Benjamin Huggel und der kamzu Fall. Die Reaktion scheint heftig. Sie wird von Martis Berufskollegen fotografisch dokumentiert - „Der Sonntag" publiziert die Fotos. Huggel packt den «Blick»-Fotografen am Hinterkopf. Auf weiteren Fotos ist zu sehen, wie Huggel mit einer Flasche in der Hand offenbar gegen Marti vorzugehen versucht, und wie sich eine Kollegin bemüht, den Angriff zu unterbinden.

Es ist der gleiche Spieler, der seinerzeit wegen unflätigen Benehmens von der Fifa nach der Skandal-WM-Qualifikationspartie von Istanbul für vier Spiele aus dem Länderspiel-Verkehr gezogen worden ist. Der «Blick» hat auf diesen Angriff nicht reagiert, ja vom FC Basel nicht einmal Aufklärung verlangt, und die defekte Kamera selber bezahlt. Marti schweigt sich, wohl auf interne Anweisung, zu diesem Vorfall aus. Aber mehrere seiner Berufskollegen sind nach wie vor über den Zwischenfall empört.

Blick blieb untätig - wie Basel

Vizepräsident Dr. Bernhard Heusler, der beim FC Basel die operativen Geschäfte leitet, sagt, der FCB habe in der Sache von der «Blick»-Gruppe keine offizielle Anfrage erhalten. Felix Bingesser, der Sportchef der Boulevardzeitung, bestätigt, nichts unternommen zu haben. Es gebe verschiedene Schilderungen des Zwischenfalles, und vielleicht sei ja Marti auch ein wenig selber schuld. Und gibt zu bedenken, man wolle beim FC Basel immer ganz nahe dran sein, und wenn man da etwas unternommen hätte, wäre womöglich das nächste Mal die Kabinentüre zu.

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