Das Team von Trainer Paolo Tramezzani kam im Rückspiel in Genf gegen Suduva Marijampole trotz Überlegenheit nicht über ein 1:1 hinaus und schied mit dem Gesamtskore von 1:4 aus. Das Hinspiel hatten die Walliser in Litauen 0:3 verloren.

Den einzigen Sittener Treffer gegen Suduva erzielte Moussa Konaté in der 55. Minute. Für die effizienten Litauer glich Robertas Vezevicius in der 80. Minute nach einem Konter aus.

Das Out gegen das europäische Leichtgewicht aus Litauen kommt der grössten Sittener Europacup-Pleite gleich. Ähnlich blamabel waren die Walliser einzig 1980 im Cup der Cupsieger gegen Haugar Haugesund aus Norwegen gescheitert (1:1 zuhause und 0:2 auswärts).

Immerhin gab es für Paolo Tramezzani sechs Tage nach der Schmach im Baltikum diesmal nichts am Einsatzwillen der eigenen Mannschaft auszusetzen. Bei Temperaturen über der 30-Grad-Marke übernahm Sion im Genfer Exil vor der eigenen Europacup-Rekord-Minuskulisse von 410 Zuschauern von Beginn weg das Zepter, überliess dem Gegner kaum Ballbesitz und lief fast permanent an.

Jedoch war unübersehbar, dass Sion derzeit die Spieler fehlen, die für den Unterschied sorgen können. Bis zuletzt agierte das Gastgeberteam ineffizient und vergab eine Handvoll guter Chancen; unter anderem traf Nicolas Lüchinger vor der Pause den Pfosten. Demgegenüber nutzte der Gegner seine vier Chancen in den beiden Duellen zu vier Treffern.

Sion - Suduva Marijampole 1:1 (0:0)

Genf. - 410 Zuschauer (Europacup-Minusrekord von Sion). - SR Gautier (FRA). - Tore: 55. Konaté 1:0. 80. Vezevicius 1:1.

Sion: Mitrjuschkin; Zverotic, Lurati, Ricardo; Lüchinger (57. Cunha), Ndoye (67. Adão), Constant, Karlen, Maceiras (46. Adryan); Konaté, Schneuwly.

Bemerkungen: Sion ohne Carlitos, Cümart, Dimarco, Mveng (alle verletzt), Acquafresca, Bamert und Lenjani (alle nicht spielberechtigt). 39. Pfostenschuss Lüchinger. Verwarnungen: 27. Ndoye (Foul). 57. Svrljuga (Foul). 64. Abu Bakr (Foul). 69. Jankauskas (Foul). 72. Adão (Foul).