Xherdan Shaqiri
Shaqiri weiss, dass er zu den Besten gehört: «Halb Europa hat mich gejagt»

«Wechsel perfekt: Shaqiri geht für vier Jahre zu den Bayern» titelte die az heute Morgen. Einen halben Tag später orientierte das Kraftpaket des FC Basel die Medien. Er klang selbstsicher, keine Spur von Angst vor seinen baldigen Konkurrenten.

Christian Trippel
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 Xherdan Shaqiri nach seinem dritten Treffer gegen Bulgarien.
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 Xherdan Shaqiri nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen England.
 Shaqiri spielt für beide Nationalmannschaften.
 Xherdan Shaqiri spielte an der EM-Endrunde mit der U-21 Nati.
 Xherdan Shaqiri weiss auch, wie man Schweizer Meister wird.
 Shaqiri im FCB-Training (Archiv)
Xherdan Shaqiri spielt an der EM-Endrunde mit der U-21 Nati
 Die Nummer 17 der Basler.
 Xherdan Shaqiri mit Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld und Captain Inler.

Xherdan Shaqiri nach seinem dritten Treffer gegen Bulgarien.

Keystone

Heute Nachmittag um 14.30 Uhr informierte Xherdan Shaqiri die Medien über seinen Wechsel zu Bayern München. Man merkte dem Kraftpaket die Freude über den gelungenen Transfer deutlich an: «Solch ein Transfer ist nicht selbstverständlich. Ich bin der erste Schweizer Spieler der aus der Super League direkt zu einem Top-Klub transferiert wurde, nachdem halb Europa mich jagte.»

«Ich werde mich nicht verstecken»

Er habe schon lange darauf gehofft, dass er eines Tages zu einem ganz grossen Verein würde wechseln können. Doch auch wenn sein neuer FCB in Deutschland zu finden ist, sein Traumverein werde immer der FCB aus Spanien sein, das grosse FC Barcelona. «Falls ich in meiner Karriere noch einmal wechseln werde, dann hoffentlich zu einem weiteren FCB», erklärt er verschmitzt.

Die grössten Schweizer Fussball-Transfers Gökhan Inler erreichte bei seinem Wechsel von Udinese zu Napoli mit 17,5 Mio. Euro die höchste je bezahlte Ablösesumme für einen Schweizer Spieler. (Bild: Keystone)
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Xherdan Shaqiri Shaqiri ist mit 11,6 Mio. Euro der teuerste Transfer direkt aus der Axpo Super Leaque. (Bild: Keystone)
Stephan Lichtsteiner Stephan Lichtsteiner: für 10 Mio. Euro von Lazio Rom zu Juventus Turin. (Bild: Keystone)
Ricardo Rodriguez Ricardo Rodriguez: für 8,5 Mio. Euro vom FC Zürich zu Wolfsburg. (Bild: Keystone)
Patrick Müller Patrick Müller (rechts): für 8 Mio. Euro von den Grasshoppers zu Olympique Lyon. (Bild: Keystone)
Blerim Dzemaili Blerim Dzemaili: für 7,5 Mio. Euro von Parma zu Napoli. (Bild: Keystone)
David Sesa David Sesa (rechts): für 7,25 Mio. Euro von Lecce zu Napoli. (Bild: Keystone)
Philippe Senderos Die meisten Schweizer kamen über Umwege zu ihren Top-Vereinen. Philippe Senderos musste zuerst ins Nachwuchsteam von Arsenal. (Bild: Keystone)
Alain Sutter Sowohl Alain Sutter ... (Bild: Keystone)
Ciriaco Sforza ... als auch Ciriaco Sforza kamen via Nürnberg, beziehungsweise Kaiserslautern zu Bayern München. (Bild: Keystone)
Johann Vogel Johann Vogel (links) kam via Eindhoven zu Milan. (Bild: Keystone)
Philipp Degen Philipp Degen wechselte von Dortmund zu Liverpool. (Bild: Keystone)

Die grössten Schweizer Fussball-Transfers Gökhan Inler erreichte bei seinem Wechsel von Udinese zu Napoli mit 17,5 Mio. Euro die höchste je bezahlte Ablösesumme für einen Schweizer Spieler. (Bild: Keystone)

Dass beim grossen FCB eine grosse Konkurrenz auf ihn wartet, scheint Shaqiri nicht gross zu kümmern: «Klar habe ich Respekt vor den grossen Namen, doch sobald ich auf dem Rasen stehe, vergesse ich diesen. Auf dem Fussballplatz verstecke ich mich nicht. Ich glaube ich habe mehrmals bewiesen, dass ich mich auch gegen grosse Namen durchsetzen kann.» Grosse Töne des 169 Zentimeter-Mannes mit dem passenden Spitznamen «XS».

«Kann offensiv jede Position spielen»

Vor allem in der Offensive sind die Bayern sehr stark besetzt. Wo denkt Shaqiri wird er wohl eingesetzt werden? «Ich hoffe natürlich in der Offensive. Da ich ein sehr variabler Spieler bin, kann ich offensiv auch in jeder Position eingesetzt werden.»

Shaqiris Umfeld habe durchgehend positiv reagiert, wie «Shaq-Attack» erzählt. Und was meint er zu Finks Tipp? Dieser riet ihm während einem Interview, er solle mindestens drei Kilo abnehemen, falls er sich durchsetzen wolle. «Und zwar nicht nur an Muskelmasse», sagte Fink damals. «Fink sollte zuerst schauen, dass er mit seinem Hamburger SV aus dem Tabellenkeller heraus kommt, bevor er mir solche Diät-Tipps gibt.»