Fussball-Preis
Sexismus-Skandal am «Ballon d'Or»: Nach dieser Frage entlud sich ein Shitstorm

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Die Gewinner von links nach rechts: Ada Hegerberg, Luka Modric und Kylian Mbappe.
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Der kroatische Regisseur von Real Madrid behielt im Kampf um den goldenen Ball für den besten Fussballer der Welt die Oberhand und trat die Nachfolge von Cristiano Ronaldo von Juventus Turin an.
Erstmals wurde auch die Ehrung der besten Spielerin des Jahres erstmals vergeben.
Ballon d'or 2018
Martin Solveig (rechts) mit Kylian Mbappe – der französische Weltmeister erhielt eine Auszeichnung als bester U21-Spieler.

Die Gewinner von links nach rechts: Ada Hegerberg, Luka Modric und Kylian Mbappe.

YOAN VALAT

Luka Modric gewann in Paris erwartungsgemäss den «Ballon d'Or». Erstmals wurde neben dem Weltfussballer des Jahres auch eine Trophäe an die beste Spielerin verliehen.

Diese ging an die Norwegerin Ada Hegerberg, die bei Olympique Lyon unter Vertrag steht.

Hegerberg freute sich sichtlich über den «Ballon d'Or» und bedankte sich beim Publikum und allen, die sie unterstützt haben. Das Ende ihrer emotionalen Rede widmete sie allen jungen Frauen auf der Welt: «Bitte glaubt an euch.»

Anschliessend wurde sie von DJ Martin Solveig, dem Co-Moderator der Preisverleihung, auf der Bühne interviewt. Dabei wurde die Freude der Norwegerin von einem äusserst peinlichen Moment getrübt, wie Spiegel Online berichtet.

Solveig fragte sie, ob sie «twerken» könne. Dabei handelt es sich um einen Tanzstil, bei dem das Gesäss durch kreisende und ruckartige Bewegungen zum Schwingen gebracht wird.

Hegerberg war sichtlich perplex und antwortete mit einem knappen «Nein». Beim Publikum löste die Frage ebenfalls keine Begeisterung aus – genauso wenig wie auf Twitter. Hier entlud sich nach der Show ein regelrechter Shitstorm gegen Solveig.

Solveig veröffentlichte später eine Videobotschaft und zeigte Reue. Für ihn war es lediglich ein Witz und er wollte mit seiner Aussage niemanden verletzen.

Hegerberg äusserte sich nach der Show zum Vorfall. Sie empfand das Ganze nicht als sexistisch – viele Zuschauer sehen das aber anders. (vom)

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