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Sensationelles Eigentor: Was ging nur durch den Kopf von Sebastian Rode?

Im Pokal-Achtelfinale in Deutschland liess Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt seinem eigenen Torhüter keine Chance und netzte im eigenen Tor ein. Rode hatte Glück im Unglück: Trotz seines Missgeschicks bezwang die Eintracht Sandhausen mit 4:2.

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Ein Blackout von Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) führte zum Anschlusstreffer von Sandhausen.

Ein Blackout von Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) führte zum Anschlusstreffer von Sandhausen.

Screenshot ARD

Fussballer sind nicht nur bemitleidenswert, wenn sie grob gefoult werden und mit schmerzverzehrtem Gesicht auf dem Rasen liegen. Treffen sie das eigene Tor, ist ihnen dies unglaublich peinlich – sie möchten am liebsten im Erdboden versinken. Am gestrigen Pokal-Abend in Deutschland sorgte Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt für einen solchen Moment.

Favorit Frankfurt lag im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den SV Sandhausen (2. Bundesliga) kurz nach der Pause mit 2:0 in Front, alles lief nach Plan für den Bundesligisten. Dann kam die 64. Spielminute. Diese wird der 23-jährige Sebastian Rode so schnell nicht mehr vergessen.

So ist es passiert

Carlos Zambrano ist am Ball und spielt den freistehenden Rode per Flachpass an. Die hochstehenden Spieler von Sandhausen, die nichts mehr zu verlieren haben, bedrängen den deutschen Fussballer. Und dieser weiss tatsächlich nichts Besseres, als den Ball vor den Augen von 18 200 Zuschauern an Torhüter Trapp vorbei ins eigene Gehäuse zu schieben.

Eintracht-Trainer Armin Veh nach der Partie: «So ein Eigentor habe ich auch noch nicht erlebt.» Diese Aussage zeigt deutlich auf, wie kurios das Tor wirklich war.

Zwei Minuten später kommt der Aussenseiter aus Sandhausen dann prompt zum 2:2-Ausgleich. Doch Rodes Teamkollegen Kadlec und Joselu konnten zwei weitere Tore für Frankfurt erzielen. Sebastian Rode wird ein Stein vom Herzen gefallen sein. Seine Mannschaftskameraden machten ihm mit ihren beiden Treffern ein verfrühtes Weihnachts-Geschenk.

Ein Quäntchen Glück für Rode

Hätte Frankfurt die Partie tatsächlich noch verloren und wäre aus dem Pokal ausgeschieden, Sebastian Rode hätte in der Nacht auf heute wohl kein Auge zugebracht. So hatte er an diesem für ihn persönlich tragischen Abend schlussendlich doch noch etwas Glück im Unglück.

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