Fussball
«Schwierigste Entscheidung meines Lebens» – Xhaka wollte eigentlich für den Kosovo spielen

Granit Xhaka sorgt mit einem offenen Instagram-Brief an die Nati des Kosovos für Wirbel. Der Mittelfeldspieler hätte gerne für den Kosovo gespielt, doch jetzt ist es zu spät.

Merken
Drucken
Teilen
Granit Xhaka postete auf Instagram einen offenen Brief.

Granit Xhaka postete auf Instagram einen offenen Brief.

Keystone

Eine Woche vor dem Auftakt in die WM-Qualifikation giesst Granit Xhaka gleich selbst nochmals Öl in die ewig scheinende Diskussion um die Schweizer Nati-Spieler mit kosovarischen Wurzeln. Auf seinem Instagram-Account veröffentlicht der «Gunner» einen Brief an seine Heimat Kosovo, in dem er mitteilt, künftig für die Schweizer Nati zu spielen. Wie und aus welchen Gründen er das tut, könnte in der Schweiz allerdings die Gemüter erhitzen.

Wie der Blick schreibt, teilt Xhaka mit:

«In einer offiziellen Mitteilung der Fifa heisst es, dass alle Spieler, die bei der EM gespielt haben, nicht mehr berechtigt sind, für den Kosovo zu spielen, da dieser bekanntlich vor der EM in die Fifa aufgenommen wurde. Aus diesem Grund ist es unmöglich, meine Nationalmannschaft zu wechseln, auch weil die Fifa und der kosovarische Fussballverband die Spieler nicht über diese rechtliche Seite informiert haben. Mein Wunsch war es, alles in die Wege zu leiten, um doch noch eine Möglichkeit zu haben, für den Kosovo aufzulaufen.»

Der Mittelfeldspieler wollte also alles in die Wege leiten, um irgendwann doch noch für die kosovarische Nati auflaufen zu können. Doch das ist jetzt offenbar nicht mehr möglich.

Wollte Granit Xhaka tatsächlich die Schweizer Nati verlassen? Oder versteckt er sich nur hinter Fifa-Regularien, um seinen aufgebrachten Landsleuten den Entscheid für die Schweiz zu erklären? Wir werden es wohl nie abschliessend erfahren.

In seinem Brief schreibt er weiter:

«Mit dem Entscheid, weiterhin für die Schweizer Nati zu spielen, möchte ich dem Schweizer Volk, das mir stets Respekt und Dankbarkeit gezollt hat, etwas zurückgeben. Wenn ich sehe, dass 300 000 Albaner in der Schweiz leben, dann ist es eine Ehre für mich, diese Leute in der Schweizer Nati zu vertreten. Nichtsdestotrotz war es die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Ich wünsche dem Kosovo von Herzen alles Gute und drücke ihnen auf jeden Fall die Daumen!»

Diese schwierige Entscheidung wurde dem 23-jährigen Arsenal-Profi jetzt also abgenommen. Sind die Diskussionen jetzt beendet? Oder fangen sie erst so richtig an? Wir sind sicher: Fortsetzung folgt. (jwe)