Die Schweizerinnen wurden in eine schwierige Gruppe gelost, im Kampf um einen Platz in den Halbfinals starten sie in der Gruppe A mit Frankreich, Titelverteidiger Spanien und Norwegen als Aussenseiterinnen. "Wir haben aber schon unter Beweis gestellt, dass wir gegen erstklassige Teams bestehen können", sagte Nationaltrainerin Nora Häuptle. Zwei Wochen lang bereitete sich die SFV-Auswahl in Weggis auf das Heimturnier vor, die Stars der Mannschaft sind die Offensivspielerinnen Géraldine Reuteler und Alisha Lehmann, die beide bereits mehrere Einsätze in der A-Nationalmannschaft vorweisen können.

Zum Turnierauftakt treffen die Schweizerinnen am Mittwoch in Wohlen auf Frankreich. "Das erste Spiel ist bei diesem Wettbewerbsformat sehr wichtig und vorentscheidend für den weiteren Turnierverlauf", sagte Häuptle. "Klar ist, dass uns die Nervosität keinen Streich spielen darf." Am Samstag folgt für die SFV-Auswahl in Zug das Duell mit dem Titelverteidiger und diesjährigen U17-Europameister Spanien, ehe zum Abschluss der Vorrunde am Dienstag in Wohlen Norwegen wartet.

Auch Voss-Tecklenburg mit von der Partie

Zum Betreuerstab gehört auch Martina Voss-Tecklenburg, die Trainerin der A-Nationalmannschaft. "Martina tut dem Staff sehr gut mit ihrer ganzen Erfahrung und ist für mich eine wichtige Bezugsperson in taktischen Gesprächen", so Häuptle. Es sei nicht selbstverständlich, dass Voss-Tecklenburg diese Aufgabe übernehme. "Es spricht für ihre Klasse, denn sie könnte jetzt ebenso gut in den Ferien weilen."

Die U19-Europameisterschaft findet zum zweiten Mal nach 2006 in der Schweiz statt. "Veranstaltungen wie diese sind ein Segen für die gesamte Frauenfussballbewegung, da das Medieninteresse grösser ist als sonst", sagte Franziska Schild, Ressortchefin Frauenfussball beim SFV. "Wir versuchen, sowohl auf als auch neben dem Feld für den Frauenfussball Werbung zu machen." Während die Vorrunde in Biel, Wohlen, Yverdon-les-Bains und Zug ausgetragen wird, finden die Halbfinals und der Final in Biel statt.