EM-Qualifikation

Schweizer U21 lässt sich auch von Corona nicht stoppen

Andi Zeqiri trifft auch in seinem dritten Einsatz in der EM-Qualifikation doppelt

Andi Zeqiri trifft auch in seinem dritten Einsatz in der EM-Qualifikation doppelt

Die Schweizer U21-Nationalmannschaft bleibt auch im fünften Spiel der EM-Qualifikation ohne Fehl und Tadel. In Schaffhausen bezwingen die Schweizer die Slowakei 4:1.

Zehn Monate nach ihrem letzten gemeinsamen Einsatz hinterliessen die Schweizer Nachwuchsfussballer erneut einen soliden Eindruck. Gefahr drohte dem Team von Mauro Lustrinelli in Schaffhausen nur aufgrund eigener Unzulänglichkeiten - im Abschluss und wie vor dem eigenen Tor. Trotz guter Möglichkeiten und einer weitgehend harmlosen slowakischen Auswahl blieb die Partie bis 20 Minuten vor Schluss spannend.

Obschon sie seit dem 3:1-Sieg im Spitzenduell gegen Frankreich im November aufgrund von Corona kein Spiel mehr bestritten hatte, glückte der SFV-Nachwuchsauswahl gegen die Slowaken ein Einstieg, als hätte es die lange Pause nicht gegeben. St. Gallens Jérémy Guillemenot holte nach acht Minuten und mit der ersten Gelegenheit einen Foulpenalty für die Schweiz heraus, Topskorer Andy Zeqiri nutzte die Offerte zum 1:0.

Die Schweizer hätten die Partie nach dem Führungstor fast nach Belieben kontrollieren können, sie aber zumindest früh entscheiden müssen, doch agierten sie oft zu lässig. Das überfällige 2:0 fiel statt in der 18., der 20., oder 21. Minute erst zehn Minuten vor der Pause, als Okafor eine Flanke von Kevin Rüegg im Strafraum ohne Gegenwehr kontrollieren und einschiessen konnte. Den Slowaken genügte so eine Standardsituation in der 42. Minute, um zurück in die Partie zu kommen. Erst zwei späte Tore durch Joker Dan Ndoye (70.) und erneut Zeqiri (76.), der in seinem dritten Qualifikations-Einsatz seine Tore fünf und sechs erzielte, sorgten für das letztlich leistungsgerechte Resultat.

Dank dem fünften Sieg im fünften Spiel nimmt die Schweizer U21 Kurs auf die erste EM-Teilnahme seit 2011. Lustrinellis Team liegt nach halbem Pensum alleine an der Spitze der Gruppe 2 und besitzt die Gewissheit, jeden Gruppengegner schlagen zu können. Gestaltet sie auch die beiden kommenden Partien siegreich - am Dienstag in der Slowakei und Anfang Oktober in Georgien - wird der SFV-Auswahl die Teilnahme an der in zwei Etappen im März und Mai stattfindenden EM in Slowenien und Ungarn kaum mehr zu nehmen sein.

Telegramm:

Schweiz- Slowakei 4:1 (2:1)

Schaffhausen. - SR Kristoffersen (DEN). - Tore: 9. Zeqiri (Foulpenalty) 1:0. 36. Okafor (Rüegg) 2:0. 41. Tupta 2:1. 70. Ndoye (Imeri) 3:1. 76. Zeqiri (Lotomba) 4:1.

Schweiz: Köhn; Rüegg, Van der Werff, Zesiger, Lotomba; Bajrami (60. Pusic), Toma (70. Jankewitz), Domgjoni, Okafor (60. Imeri); Zeqiri (81. Stoljikovic), Guillemenot (70. Ndoye).

Bemerkungen: Schweiz u.a. ohne Racioppi (Coronavirus), Janjicic (Krebsbehandlung) und Vargas (A-Nationalmannschaft). 21. Lattenschuss Guillemenot.

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