"Wir sind glücklich darüber, dass die Verletztenliste leer ist und alle Spieler einsatzbereit sind". Diesen Satz übermittelte der Schweizer Nationaltrainer in Weggis, wo sich die Mannschaft in den letzten Tagen intensiv auf die Titelkämpfe in Brasilien vorbereitet hat, noch so gerne. Tranquillo Barnettas Oberschenkelschmerzen sind abgeklungen, ebenso ist Mario Gavranovic von seiner Bänderdehnung am Knöchel soweit geheilt. Und am Gesundheitszustand des Basler Innenverteidigers Fabian Schär hegt Hitzfeld ebenfalls keine Zweifel. "Er hat alle Trainings voll und ohne Beschwerden mitgemacht."

Vor seinem letzten Länderspiel auf Schweizer Boden liess der deutsche Coach durchblicken, dass er im abschliessenden Test gegen Peru "nicht mehr soviel experimentieren" werde. In der Innenverteidigung sind Schär und Steve von Bergen gesetzt, die auch an der WM die Achse in der Verteidigung bilden werden. Und im zentralen offensiven Mittelfeld wird Hitzfeld die Südamerikaner, die den ersten Schweizer WM-Gegner Ecuador "simulieren" sollen, Granit Xhaka spielen lassen. "Es ist klar, dass er mit wenig Spielpraxis zum Nationalteam gekommen ist", so Hitzfeld. "Er wird morgen spielen, dann kann ich mir ein Urteil erlauben."

Hitzfeld betonte die Wichtigkeit der Partie gegen Peru, die drei Tage vor dem Abflug der Schweizer WM-Delegation nach Brasilien ausgetragen wird. "Sie gibt Aufschluss über den Formstand. Das Team steht auf dem Prüfstand. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, den inneren Schweinehund zu überwinden." Es gilt für die Mannschaft, nun in den WM-Modus umzuschalten. Im Vergleich zum Spiel gegen Jamaika vom letzten Freitag soll etwa das Passspiel weiter verbessert werden, der Rhythmus über 90 Minuten hoch gehalten werden. Captain Gökhan Inler unterstrich dies im Zusammenhang mit den klimatischen Verhältnissen in Brasilien immer wieder. "Es wird dort noch schwieriger, die Bälle zurückzuerobern als sie zu halten."

SFV-Teammanager Philipp Ebneter übermittelte am Montag Vormittag der FIFA die Namen jener 23 Spieler, die am Freitag im Flugzeug nach São Paulo und dann weiter nach Porto Seguro sitzen werden. Es sind unverändert jene 23, die Hitzfeld am 13. Mai in Zürich öffentlich gemacht hat.