Die erfolgreiche Nationalmannschaft ist am Samstag ganz unaufgeregt in die Schweiz zurückgereist.

Einen Tag nach dem 2:1 in Albanien und der damit verbundenen Qualifikation für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien standen sich nicht Hunderte von Fans die Beine in den Bauch, um das Team am Flughafen in Zürich zu empfangen.

Schweizer Nati unaufgeregt empfangen

Schweizer Nati unaufgeregt empfangen

Die Supporter der SFV-Auswahl sind sich Erfolge gewöhnt. Zum dritten Mal in Serie nimmt die Schweiz im nächsten Sommer an einer WM-Endrunde teil.

Gefasst zeigten sich auch die Spieler. Viele sprachen fast ebenso oft von einer Erleichterung wie von einer grossen Freude.

Die Mannschaft kennt ihren Wert, sie weiss, dass diese Qualifikation etwas mehr als zwei Jahre nach dem grossen Umbruch erst ein Etappenziel ist.

«Wir haben an uns hohe Erwartungen. Die Mannschaft ist sich bewusst, dass sie auch gegen gute Teams bestehen kann. Der Weg ist noch nicht zu Ende», sagte Nationalcoach Ottmar Hitzfeld.

Spiel gegen Slowenien wird seriös vorbereitet

Am festgelegten Programm hielt der Trainer auch nach dem vorzeitig erreichten Ziel fest. Das Spiel gegen Slowenien am Dienstag in Bern wird seriös vorbereitet.

Deshalb war die Mannschaft nach der Ankunft in Zürich zurück ins Team-Hotel nach Feusisberg gefahren, ehe am späten Nachmittag ein Training für die Ersatzspieler auf dem Programm stand. Am Sonntag absolviert dann das gesamte Team um 12 Uhr eine Einheit in Jona.

Reist Shaqiri ab?

Ob Xherdan Shaqiri beim Team bleibt, ist noch ungewiss. Der Torschütze zum 1:0 in Tirana hatte in der ersten Halbzeit eine Oberschenkelverletzung erlitten, weil er auf dem tiefen Terrain ausgerutscht war.

Man wird, auch in Absprache mit den Ärzten von Bayern München, sorgfältig abwägen, ob allenfalls eine vorzeitige Rückkehr des 22-Jährigen nach Deutschland Sinn macht.

Steve von Bergen, der gegen Slowenien gesperrt ist, wird voraussichtlich die Vorbereitung auf das Spiel vom Dienstag mitmachen.

Von Bergen ist also gesperrt, ein Einsatz von Shaqiri unwahrscheinlich, dazu fehlt wie schon in Tirana der verletzte Stephan Lichtsteiner.

Das für den Ausgang der WM-Qualifikation unbedeutende Spiel gegen Slowenien wird so für den einen oder anderen aus der zweiten Reihe eine Chance bieten.

Sehr viel mehr Wechsel als nötig sind bei den Schweizern gleichwohl nicht zu erwarten.

Mit Sieg winkt Topf 1

Gegner Slowenien liefert sich ein Fernduell mit Island um den 2. Platz, der für die Barrage berechtigt. Die Schweizer wollen diesen Wettbewerb nicht verfälschen.

Für sie selbst könnte ein Sieg zum Abschluss dann von Bedeutung sein, wenn er je nach Ausgang von anderen Partien in der WM-Qualifikation Europas und Südamerikas tatsächlich zum Sprung unter die Top 8 des FIFA-Rankings verhilft. Dann wäre die Schweiz bei der Gruppenauslosung am 6. Dezember im Topf 1 gesetzt.