EM-Qualifikation

Schweiz praktisch aus dem EM-Rennen ausgeschieden

Die Schweizer Nationalmannschaft erreicht im wegweisenden EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien in Sofia nur ein 0:0 und ist damit - wie die Bulgaren - praktisch aus dem EM-Rennen ausgeschieden.

Ein weiteres enttäuschendes Ergebnis für das Team von Ottmar Hitzfeld. Nach diesem Remis in Sofia beträgt der Rückstand auf die beiden Spitzenteams in der Gruppe G, England und Montenegro, bereits sechs Punkte. Eine riesige Hypothek bei nur noch vier ausstehenden Partien.

Das Schweizer Team verstand es auch in Sofia nicht, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen und mit druckvollem Angriffsspiel zu agieren. Es wurde im Gegenteil von den aggressiveren und kämpferischeren Bulgaren dominiert und zu oft in die eigene Abwehr zurückgedrängt. Das Team von Lothar Matthäus besass die besseren Möglichkeiten zum Sieg als die Schweizer. Mit dem 0:0 sind aber auch sie mit grösster Wahrscheinlichkeit vorzeitig aus dem Rennen ausgeschieden.

Die beste Möglichkeit zum Schweizer Torerfolg besass Alex Frei in der 30. Minute. Marco Streller hatte einen Flankenball von FCB-Teamkollege Valentin Stocker mit dem Kopf zu Frei verlängert. Der Kopfball des Schweizer Captains prallte jedoch vom bulgarischen Torhüter ins Feld zurück. Gelson Fernandes vermochte den Abpraller im Nachschuss nicht im Tor zu verstecken, der Ball flog über das Tor. Weitere zwingende Torchancen konnte sich die Schweiz nicht erarbeiten. In der zweiten Halbzeit vermochten die Gäste das Geschehen zwar ausgeglichener zu gestalten, doch den unbedingt nötigen Sieg haben sie sich damit nicht verdient.

Insgesamt war die Leistung der Schweizer Mannschaft ungenügend und genügte den eigenen Ansprüchen nicht. Zu viele Spieler konnten ihr Rendement nicht abrufen. Zu vieles blieb auch diesmal Stückwerk. Es war keine Mannschaftsleistung, wie sie in diesem Spiel zu erwarten war.

Die Schweizer waren schlecht in diese Partie gestartet. Von der Aggressivität der Einheimischen überrascht, gerieten sie sofort unter Druck und es hätte sich niemand beklagen dürfen, wenn Bulgarien wie vor 20 Jahren bereits in der Startviertelstunde in Führung gegangen wäre. Ivelin Popov hätte bereits in der Startminute nach einem schnell ausgeführten Einwurf (!) das 1:0 erzielen können, sieben Minuten später wäre Makriev beinahe mit einem Kopfball aus sieben Metern erfolgreich gewesen.

Zum schlechten Auftakt kam für die Schweiz nach einer Viertelstunde auch noch bitteres Verletzungspech hinzu. Hoffnungsträger Valon Behrami verletzte sich nach einem eigenen Ballverlust am rechten Knie und musste duch Gelson Fernandes ersetzt werden.

Bulgarien - Schweiz 0:0.

Vasil Levski, Sofia. - 17 000 Zuschauer. - SR Collum (Scho).

Bulgarien: Michailov; Bandalovski, Stojanov, Ivanov, Zanev; Stilian Petrov; Manolev, Georgiev, Delev (81. Lasarov); Popov (85. Angelov), Makriev (52. Genkov).

Schweiz: Wölfli; Lichtsteiner, von Bergen, Grichting, Ziegler; Behrami (17. Gelson), Dzemaili, Inler, Stocker (67. Derdiyok); Frei, Streller (77. Gavranovic).

Bemerkungen: Bulgarien ohne Martin Petrov (gesperrt) und Yankov (verletzt). Schweiz ohne Barnetta, Benaglio, Djourou, Senderos und Shaqiri (alle verletzt). 17. Behrami mit Knieverletzung ausgeschieden. Verwarnungen: 15. Behrami (Foul), 17. Stojanov (Foul), 18. Bandalovski (Foul), 69. Georgiev (Foul), 76. Derdiyok (Foul), 87. Manolev (Foul).

Rangliste Gruppe G (je 4 Spiele): 1. England 10 (9:1). 2. Montenegro 10 (3:0). 3. Schweiz 4 (5:5). 4. Bulgarien 4 (1:5). 5. Wales 0.

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