Zum Matchwinner vor rund 20'000 Zuschauern im Eden-Stadion in Prag avancierte der schwedische Torhüter Patrik Carlgren. Der 23-Jährige von AIK Stockholm parierte die Schüsse von Ricardo Esgaio und William Carvalho, dem letzten der zehn Schützen, und sicherte damit seinem Team den Sieg. Bei den Schweden hatte als einziger Abdullah Khalili seinen Penalty nicht verwertet. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.

Für Schweden war es der erste Titel überhaupt für ein Nachwuchsteam, nachdem es an den U21-Europameisterschaften 1992 im Final Italien unterlegen war. Im Halbfinal hatte die Mannschaft von Hakan Ericson Dänemark 4:1 besiegt. Die Qualifikation für die Halbfinals hatte für Schweden allerdings an einem seidenen Faden gehangen. Erst dank einem Last-Minute-Treffer zum 1:1 im letzten Vorrundenspiel gegen Finalgegner Portugal schafften die Skandinavier den Einzug in die Runde der letzten vier.

Die beiden Teams boten sich im Final während 120 Minuten ein gutklassiges und über weite Strecken ausgeglichenes Duell. Die grösste Chance zu einem Treffer für Portugal - im Halbfinal 5:0-Sieger gegen Deutschland - hatte Sergio Oliveira bereits in der 7. Minute vergeben, als sein direkt getretener Freistoss von der Latte zurückprallte. Auch die Skandinavier hatten ihre Möglichkeiten, um einen Treffer aus dem Spiel heraus zu erzielen. John Guidetti vergab in der 86. Minute den Matchball in der regulären Spielzeit, als er an Portugals Torhüter Jose Sa scheiterte, die beste Gelegenheit zum Siegtreffer in der Verlängerung bot sich Khalili, der in der 95. Minute mit einem Schlenzer den Ball nur Zentimeter am Pfosten vorbei zirkelte.