Busacca
Schiedsrichter-Diskussion: Massimo Busacca muss nach Hause fahren

Die Diskussion um die Unparteiischen an der Fussball-Weltmeisterschaft eskaliert erneut. Grund: Diesmal schickt die Fifa den besten Schiedsrichter der Welt - Massimo Busacca - nach Hause.

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Massimo Busacca

Massimo Busacca

Keystone

Das hat gerade noch gefehlt. Massimo Bussaca - die Nummer 1 der Fussball-Schiedsrichter - darf an der Weltmeisterschaft in Südafrika keine Partie mehr leiten. «Massimo Bussaca muss nach Hause. Er wird also kein Spiel mehr bekommen», bestätigt der Schweizer Schiedsrichter-Chef Urs Meier gegenüber «Radio 1».

Mit dieser Entscheidung heizt die Fifa die Diskussion um die Schiedsrichter-Leistungen an diesem Turnier erneut an. Selbst Urs Meier - Chef der Schweizer Schiedsrichter - kann die Massnahme der Fifa nicht nachvollziehen. «Ich habe sein Spiel Südafrika gegen Uruguay gesehen. Meiner Meinung nach hat er zwei, drei schwierige Entscheidungen gehabt, die er richtig gefällt hat. Absolut auf der Linie und konsequent».

Südafrika war über Busacca empört
Hintergrund der Diskussion um Massimo Busacca ist die Vorrunden-Partie zwischen Südafrika und Uruguay. Dort entschied der Tessiner gegen Südafrika auf Elfmeter und schickte daraufhin den Torhüter Khune mit einer roten Karte vom Feld.

Dies löste beim Gastgeber eine Welle der Empörung aus. «Er war bislang der schlechteste Schiedsrichter in diesem Turnier, er hat von Anfang an gegen uns gepfiffen. Ich hoffe, ich sehe sein Gesicht nie mehr. Er hat es nicht verdient, hier zu sein,» wetterte der südafrikanische Trainer Parreira nach der Partie gegen Busacca. Nachvollziehen konnte die Kritik allerdings niemand wirklich.

Traum vom Final geht zu Ende
Derweil ist nach dem Ausscheiden von Busacca aus dem Turnier dessen Traum vom WM-Final geplatzt. «Den Final zu pfeifen ist mein Ziel. Man muss immer grosse Ziele haben. Ansonsten würde es mir an Ehrgeiz fehlen und ich könnte gleich zuhause bleiben», sagte Busacca vor dem Turnier.(muv)

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