Protestaktion
Schalke-Manager ist Greenpeace-Fan: «Solche Organisationen sind wichtig»

Die Aktion von Greenpeace-Aktivisten während dem Champions League-Spiel zwischen dem FC Basel und Schalke 04 wirft Fragen auf. Horst Heldt, Manager der Deutschen, entpuppt sich dabei als Greenpeace-Fan.

Roman Michel
Merken
Drucken
Teilen
Schalke-Manager Horst Heldt findet Organisationen wie Greenpeace wichtig.

Schalke-Manager Horst Heldt findet Organisationen wie Greenpeace wichtig.

Keystone

«Es ist wichtig, dass es Organisationen gibt, die sich für Sachen einsetzen, die alle Menschen angehen. Ich kann mich damit identifizieren, das sind Themen, die wichtig für alle sind» – Schalke-Manager Horst Heldt zeigte nach dem Schlusspfiff im St. Jakob Park gewissen Sympathien mit den Aktivisten von Greenpeace. Sie sorgten kurz nach Spielbeginn der Champions League Partie für einen Spielunterbruch. Vier Aktivisten seilten sich vom Stadiondach ab und entrollten ein riesiges Plakat mit der Aufschrift «Gazprom – don't foul the arctic» (Gazprom – verschmutzt die Arktis nicht).

Das russische Erdgasunternehmen ist nicht nur Sponsor der Champions League, sondern unterstützt auch Schalke 04 finanziell. Auf die Frage, ob es aufgrund des Protests der Greenpeace-Aktivisten nicht zu Konflikten komme, entgegnete Heldt: «Ich kann da nicht zu allen Themen im Detail was sagen, das weiss ich nicht.»

Pressekonferenz um 16:00

Derweil wollten sich die beiden Trainer Murat Yakin und Jens Keller nicht zum Zwischenfall äussern. Schalkes Torhüter Timo Hildebrand erzählte nach dem Spiel: «Ich habe erst gar nicht mitbekommen, warum abgepfiffen wurde. Und plötzlich sehe ich, dass da ein paar Leute hängen.»

UEFA-Präsident Michel Platini sass während der rund fünfminütigen Unterbrechung kopfschüttelnd auf der Tribüne.

Die Verantwortlichen des FC Basels werden im Rahmen einer Pressekonferenz um 16:00 Uhr über die Ereignisse informieren.