So schnell kann es gehen: Seit dem späten Mittwochabend haben sich die Chancen, dass Valentin Stocker weiterhin beim FC Basel Fussball spielen wird, markant erhöht. Während sich der FCB mit einem 4:2-Auswärtssieg in Bulgarien so gut wie sicher für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert hat, drohen dem FC Schalke 04 nach dem mageren 1:1 im Heimspiel gegen PAOK Saloniki das vorzeitige Aus und damit auch grosse finanzielle Einbussen.

Ohne die Champions-League-Millionen dürfte auch der offenbar kurz vor der Vollendung stehende Transfer von Valentin Stocker zum Bundesligisten platzen. Schalke 04 darf für einen Transfer aufgrund seiner hohen Verschuldung ohne neue finanzielle Mittel nur noch vier Millionen Euro ausgeben. Zu wenig für einen Spieler vom Kaliber Stockers, für den die Basler mindesten sechs Millionen Euro Ablöse fordern.

Auch deshalb überrascht es nicht, dass sich die Schalker inzwischen nach einer anderen Lösung ihres Problems am linken Flügel umschauen. Gemäss «bild.de» ist man am Deutschen Nationalspieler Lukas Podolski dran, der bei Arsenal London um seinen Stammplatz zittern muss. «Poldi» ist auf dem Papier zwar viel teurer als Stocker (Podolskis Jahressalär beträgt 7 Millionen Euro, sein Marktwert 23 Millionen Euro), doch Schalke könnte die Kosten mit einem Leihgeschäft in Grenzen halten.

Endgültige Klarheit wird erst nächste Woche herrschen. Wird Schalke 04 seiner Favoritenrolle in Griechenland doch noch gerecht, dann dürfte dem Stocker-Transfer nichts mehr im Wege stehen.