WM in Südafrika

Robert Green unter besonderer Beobachtung

Robert Green

Robert Green

England muss sich heute im Abendspiel ab 20.30 Uhr gegen Algerien für das enttäuschende Remis gegen die USA rehabilitieren.

Fehler ihrer Torhüter haben sowohl England als auch Algerien unerwartete Punktverluste eingetragen, die nun im direkten Duell in Kapstadt zu korrigeren sind. Robert Green im Tor der Engländer liess im Startspiel gegen die USA einen harmlosen Ball zum 1:1 durchrutschen. Und Algerien kassierte gegen Slowenien gar eine 0:1-Niederlage, weil auch Keeper Fawzi Chaouchi in einer weiteren im Wortsinn unfassbaren Szene das tückische Spielgerät namens Jabulani nicht zu fassen kriegte.

Fabio Capello, Englands italienischer Coach, meinte erzürnt: "Dieser WM-Ball ist der schlechteste, den ich je in meinem Leben gesehen habe." Er sei schrecklich für die Spieler und vor allem für die Torhüter, nahm er Green in Schutz. Deshalb würde nicht überraschen, wenn der fehlerhafte Goalie auch gegen Algerien wieder im Tor stehen würde.

Sorgen bereitet Capello die Innenverteidigng. Nach dem Ausfall von Rio Ferdinand muss nun auch dessen ebenfalls verletzter Ersatz Ledley King ersetzt werden. Der Liverpooler Jamie Carragher hat dies schon in der zweiten Halbzeit gegen die USA getan und dabei ziemlich schlecht ausgesehen. Im Mittelfeld kann dafür der zuletzt angeschlagene Gareth Barry von Manchester City anstelle von James Milner spielen.

Gegen Algerien, dem wie schon 1982 und 1986 das Out in der Vorrunde droht, sollte es jedoch die Offensive richten, allen voran Wayne Rooney. "Ich habe an dieser WM noch kein Team gesehen, vor dem wir Angst haben müssten", sagt der bullige Star von Manchester United, der aber in der Nationalmannschaft seit September des letzten Jahres nie mehr geskort hat.

Nun müssen Taten folgen, auch von ihm. Die Tordifferenz könnte letztlich entscheidend sein im Kampf um den ersten Gruppenrang. Platz 2 in der Poule könnte die frühe Begegnung mit Deutschland bringen. Algerien müsste eigentlich für die Briten ein guter Gegner sein. Gegen afrikanische Teams hat England noch keines seiner 15 Länderspiele verloren.

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