Copa del Rey

Real-Star Sergio Ramos lässt den Pokal fallen – Car rollt drüber

Copa del Rey: Bei der Feier von Real Madrid fällt der Pokal vom Car

Copa del Rey: Bei der Feier von Real Madrid fällt der Pokal vom Car

Die Freude über den ersten Cup-Triumph von Real Madrid seit 1993 wurde etwas getrübt, weil der Siegerpokal auf der Anfahrt zur grossen Siegesfeier in Madrid Schaden nahm.

Der "Copa del Rey" rutschte Real-Verteidiger Sergio Ramos vom Oberdeck eines offenen Busses aus den Händen, fiel auf die Strasse, streifte das fahrende Fahrzeug und wurde schliesslich von diesem überfahren. "Er ist mir runtergefallen, aber er ist okay", erzählte der Pechvogel danach den spanischen Medien. Der Pokal wurde dann später auf der traditionellen Party mit den Fans rund um den Cibeles-Brunnen von Madrid, wo sich um 4.00 Uhr früh rund 150 000 Menschen eingefunden hatten, aber nicht mehr präsentiert.

Hier schiesst Ronaldo Real Madrid zum Cupsieg

Hier schiesst Ronaldo Real Madrid zum Cupsieg

Dem Jubel der grossen Familie des Weissen Balletts tat dieser bedeutende "Ausfall" jedoch nicht den geringsten Abbruch. Zu gross war die Genugtuung, im 211. "Clasico" den 86. Sieg (356:338 Tore) über den Erzrivalen gelandet, zum 18. Mal die Trophäe und den ersten Titel seit 2008 (Primera Division) geholt zu haben. Die Katalanen, die am Samstag im Liga-Duell in Madrid ein 1:1 erreicht haben, stehen vor den nächsten "Clasicos" im Halbfinal der Champions League bei 82 Erfolgen.

Mourinho: «Danke, das mag ich»

José Mourinho, der im Vorjahr mit Inter Mailand alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab, jedoch zuletzt von Real-Legende Alfredo di Stefano wegen seiner defensive Spielweise kritisiert worden war, genoss den Triumph besonders. "Es ist immer schön, einen Trophäe zu gewinnen. Kürzlich hat mich einer Titel-Trainer genannt - danke, das mag ich. Ich versuche meine Arbeit so gut als möglich zu erledigen. Nun bin ich müde, aber sehr zufrieden", sagte der Portugiese erleichtert. Seiner Meinung war es ein grossartiges Spiel, in dem Real gegen eine grosse und teurere Mannschaft gut gespielt habe.

"Wir haben alles richtig gemacht. Der Cup-Erfolg bringt jedoch nur ein bisschen Ruhe, nicht mehr. Ich werde meine Arbeit fortsetzen. Die Leute können sagen, was sie wollen. Ich bin der Coach und entscheide, wie wir spielen. Ich versuche immer das Beste für meine Spieler", meinte Mourinho, der die "Copa del Rey" mit Barça als Assistent von Bobby Robson bzw. Louis Van Gaal schon 1997 und 1998 gewonnen hatte. Der "Special One" hat sich als Cheftrainer in vier verschiedenen Ländern (FC Porto, Chelsea FC, Inter Mailand und Real Madrid) in den Cup-Annalen verewigt.

"Er ist ein Phänomen", lobte Torhüter Iker Casillas. "Er ist der Captain unseres Schiffes, der uns seine Philosophie einimpft - das macht uns so gut", fügte Verteidiger Sergio Ramos hinzu. Er habe einen guten Job gemacht, sagte Goldtorschütze Cristiano Ronaldo über seinen 48-jährigen portugiesischen Landsmann. Der teuerste Fussballer jubelte "über einen sehr wichtigen Titel", über den man sich freue. Nach dem Missgeschick in den nächtlichen Strassen ging es auch ohne die beschädigte Trophäe ab.

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