Die Disziplinarkommission der Swiss Football League wertet das in der 56. Minute beim Stand von 2:0 abgebrochene Spiel der Super League zwischen dem FC Sion und den Grasshoppers mit 3:0 Forfait für die Walliser. Der Schweizer Rekordmeister erhält zudem eine Busse von 30'000 Franken und eine Stadionsperre auf Bewährung.

Die Bewährungsfrist wurde auf zwei Jahre festgesetzt. Die Zürcher können den vorliegenden Entscheid innert fünf Tagen beim Rekursgericht der SFL anfechten. Bis zum Inkrafttreten der Sanktion bleibt die Partie deshalb noch ungewertet.

Pyro-Skandal: Forfait-Niederlage und Stadionsperre gegen GC

Die Disziplinarkommission kommt in ihrem Urteil zum Schluss, dass die Schuld für den endgültigen Spielabbruch «unbestrittenermassen» bei den GC-Anhängern lag. Der Klub muss für das Verhalten der ihm zurechenbaren Personen einstehen. Entsprechend wird GC für den Vorfall mit einer Forfait-Niederlage sanktioniert (3:0).

GC prüft, gegen den SFL-Entscheid Rekurs einzulegen. «Der Grasshopper Club Zürich nimmt den Entscheid zur Kenntnis, prüft einen Rekurs gegen den Entscheid und wird zu gegebener Zeit darüber informieren. Wir tolerieren keine gewalttätigen Ausschreitungen von Einzeltätern, stehen aber zugleich zu unseren in der überwältigenden Mehrheit friedlichen Fans», hält der neue Präsident Stephan Rietiker fest.

Auch Sion gebüsst

Der FC Sion seinerseits wird für mehrfache Reglementsverstösse, darunter das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen, mit einer Busse von 4'000 Franken belegt. Dieser Entscheid ist endgültig und kann nicht angefochten werden.

Die Partie vom 16. März musste wegen Pyro-Würfen aus dem Gastsektor aufs Spielfeld mehrmals unterbrechen. In der 56. Minute schliesslich erachtete der Unparteiische die Sicherheit der Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre als nicht mehr gewährleistet und brach das Spiel nach Rücksprache mit den Sicherheitsverantwortlichen und der Polizei ab.

GC-Anliker: «Wir werden praktisch nur kritisiert»

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In der Führungsetage der Grasshoppers kommt es zu zwei Wechseln. Stephan Anliker tritt per sofort als VR-Präsident zurück, CEO Manuel Huber wird die operative Führung des Vereins am Ende der Saison abgeben. Im Interview äussert sich Anliker zu den Gründen für seinen Abtritt, zu seinen Fehlern und weshalb er dennoch Hauptaktionär bleiben will.

Neuer GC-Präsident: «Das ist kein Himmelfahrtskommando»

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Stephan Rietiker tritt bei den kriselnden Grasshoppers die Nachfolge als Verwaltungsratspräsident von Stephan Anliker an. Der 62-jährige Arzt und Unternehmer wird das Amt per sofort und bis zur formellen Wahl anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung im April im Mandatsverhältnis wahrnehmen. Mit Keystone-SDA sprach der Zürcher über seine Motivation für dieses Amt und wie er die Baustellen im sportlichen und finanziellen Bereich in den Griff kriegen will.