Euro 2016
Puma zeigt Reue: Schweizer Nati-Shirts wurden mit beschädigtem Material produziert

Vom Spiel gegen Frankreich bleibt vor allem eines in Erinnerung: die zerrissenen Trikots der Schweizer Nationalspieler. Hersteller Puma gibt Fehler zu.

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Granit Xhaka
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Auffällig oft reisst das Trikot bei der Nummer
Die Schweizer Trikots reissen im Akkord

Granit Xhaka

Keystone

Die langerwartete Stellungnahme von Nati-Ausrüster Puma ist nach dem #Trikotgate da. Das Unternehmen schreibt:

«Unsere Untersuchung der Trikots vom Spiel am Sonntag hat ergeben, dass es eine fehlerhafte Materialcharge gegeben hat, in der Garne während der Produktion beschädigt wurden, was zu einer Schwächung des fertigen Trikotstoffs geführt hat. Dies ist auf eine falsche Kontrolle der Hitze, des Drucks und der Produktionszeit im Herstellungsprozess zurückzuführen. Die ACTV-Trikots bestehen aus einer Elastan- und Polyester-Mischung. Das defekte Material wurde ausschliesslich in einer kleinen Stückzahl der Schweizer Heimtrikots verwendet.»

Puma versichert weiter, dass der Bestand bei allen EM-Teams geprüft wurde und versichert: «Es kommt nicht zur einer Wiederholung des Falles.» Die Technologie werde seit März 2014 verwendet und es gab zuvor nie Beschwerden oder Defekte.

In Lille am Sonntag zerriss zuerst Bacary Sagna das Hemd des Leverkuseners Admir Mehmedi. Danach hielt Xhakas Dress der Belastungsprobe nach einem Zupfer von Paul Pogba nicht stand. Auch die Leibchen von Fabian Schär, Valon Behrami, Blerim Dzemaili und Breel Embolo rissen. In der Schlussphase musste Xhaka erneut wechseln.

"Uns Schweizer kann man nur so stoppen", sagte der künftige Arsenal-Profi. Torhüter Yann Sommer meinte: "Das zeigt, dass es ein harter Kampf war." (sda/watson.ch)