Die besten Szene von Philippe Senderos

Highlights von Philippe Senderos

Philippe Senderos erschrickt, als er den Presseraum auf dem GC-Campus betritt, denn ein Blitzlichtgewitter prasselt auf die neue Nummer 14 der Grasshoppers ein. Dass der Andrang bei seiner Rückkehr in die Schweiz so gross sein würde, hatte der Genfer wohl nicht erwartet. Doch er stellt sich geduldig und immer mit einem guten Spruch auf den Lippen den wissbegierigen Medienvertretern. Der 1,90 m Hüne spricht, ...

... über den Grund, warum er zu den Grasshoppers geht.

«Ich hatte viele Angebote auf dem Tisch, doch GC hat sich seit Monaten um mich bemüht und grosses Interesse gezeigt. Auch wenn ich woanders mehr verdient hätte, bin ich letztlich zu GC, weil ich endlich wieder Spass am Fussball haben will. Ich möchte hier eine konstante Rückrunde spielen und glaube, dass der vermeintliche Schritt zurück in die Schweiz gut für meine Karriere sein wird.»

Dass er nur für ein halbes Jahr unterschrieben hat, ist für beide Seiten die Ideallösung. GC bekommt einen erfahrenen Innenverteidiger, der die junge Mannschaft stützen soll und Senderos kann sich im nächsten halben Jahr für weitere Aufgaben, ob in Zürich oder anderswo, empfehlen.

... über Erinnerungen an seine Super-League-Spiele.

«Ich habe damals gleich in einem meiner ersten Spiele gegen GC gespielt. Als Rechtsverteidiger. Richard Nunez hat mich damals schwindelig gespielt. Er war einer der Stars der Liga. Es war das letzte Mal, dass ich Rechtsverteidiger gespielt habe. Auch an die Duelle mit Mladen Petric, mit dem ich in Fulham zusammen gespielt habe, erinnere ich mich gut. Ich habe die Super League aber auch von England aus verfolgt.»

18-mal war der damals 17-jährige Senderos in der Hinrunde der Saison 2002/03 für Servette Genf in der Super League aktiv.

... über die Zeit bei Aston Villa.

«Am Anfang habe ich gespielt, anschliessend nicht mehr. Warum? Das müssen Sie Aston Villa fragen. Mit dem Kapitel habe ich abgeschlossen.»

Zuletzt trug Senderos am 8. November 2014 das Trikot von Aston Villa. Seitdem wurde der 30-Jährige von Trainer Sherwood nicht berücksichtigt und in der Hinrunde nicht einmal für das spielberechtigte 25-Mann-Kader gemeldet.

... über seine Aussichten auf die EM-Teilnahme 2016.

«Die EM in Frankreich ist Zukunftsmusik. Ich konzentriere mich auf die Gegenwart. Mit Vladimir Petkovic habe nach wie vor Kontakt, doch zu einem Wechsel hat er mir persönlich nicht geraten. Es ist klar, dass ich konstant gut spielen muss, damit mir die Rückkehr ins Nationalteam gelingt.»

Kommt es zu einer Berufung, wäre es das 56. Länderspiel für Senderos, der zuletzt bei der 0:1-Niederlage in Slowenien im Oktober 2014 für sein Heimatland spielte.

... über GC-Trainer Pierluigi Tami und dessen Vertrauen.

«Tami war ein Grund, wieso ich bei GC unterschrieben habe. Wir kennen uns gut aus gemeinsamen Zeiten mit der Nationalmannschaft. Er hat mir auch jetzt im Vorfeld viel Vertrauen gegeben, was die Entscheidung pro GC einfacher gemacht hat.»

... über den Grund, warum er seine Familie mitnimmt.

«Ich entscheide. Also kommen sie in die Schweiz (lacht). Nein, im Ernst. Sobald ich eine Bleibe gefunden habe, kommt meine Familie nach.»

Seine in England geborene Frau und sein einjähriger Sohn werden demnach ihre Heimat verlassen und auch für die möglicherweise kurze Zeit zu Senderos in die Schweiz ziehen.

... über seine Karrierehighlights.

«Ich durfte an drei Weltmeisterschaften teilnehmen. Vor allem meine erste in Deutschland mit meinem Tor gegen Südkorea werde ich nie vergessen. Auch die Zeit bei Arsenal London, für die ich über 100-mal spielen durfte, war traumhaft. Ich habe viele schöne Erinnerungen von meinen Jahren im Ausland.»