Vladimir Petkovic (50) wird nach der WM in Brasilien Nachfolger vom bisherigen Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld. Der Tessiner mit bosnisch-kroatischen Wurzeln hat einen Vertrag bis Ende Jahr 2015 erhalten. Sollte er die nächste EM in Frankreich erreichen, verlängert sich das Engagement Petkovic automatisch bis zum 10. Juli 2016.

70 Prozent der User des Online-Portals der Nordwestschweiz sehen den derzeitigen Lazio-Rom-Trainer nur als Notlösung. Nur 30 Prozent finden, dass Petkovic das Niveau von Ottmar Hitzfeld wird halten können. Auch einige Kommentatoren sehen die Wahl kritisch: "Schwache Notlösung" oder "Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich Mühe, das zu verstehen."

Kommentatoren loben seine Sozialkompetenz

Andererseits gibt es auch viele Kommentatoren, die dem ehemaligen Sozialarbeiter aus Sarajevo vor allem wegen seiner Sozialkompetenz eine Chance geben wollen. "Mit seinen menschlichen Fähigkeiten kann er auch die Schweizer Nati weiterbringen." Oder: "Petkovic ist eine sehr gute Lösung." Es beweist, dass menschliche Fähigkeiten schlussendlich auch fachlich und sportlich zum Erfolg führen", schreibt ein Thomas Meier. Ein anderer schreibt: "Petkovic verfügt über eine ausgezeichnete Sozialkompetenz und ist ein Sprachtalent."

Dass er bisher nur einen Titel geholt hat (den italienischen Pokal mit Lazio Rom), wird nicht als Nachteil erachtet: "Der Leistungsausweis ist auch nicht von Bedeutung beim Nati-Trainer-Job, obwohl Petkovic keinesfalls ohne Leistungen da steht. Hodgson, Kuhn oder auch Löw hatten keinen besonderen Leistungsausweis als Trainer", schreibt ein A. Graf und meint: Ein Vorteil sei sein Migrationshintergrund in dieser Multikulti-Truppe. (fam)