Dies vor allem deshalb, weil sein Team eine durchaus ansprechende Leistung gegen einen sehr kampfstarken und in seinen Mitteln nicht immer wählerischen Gegner gezeigt hatte. Und insbesondere auch deshalb, weil er sich sehr über die Antwort gefreut hatte, die sein Captain Alex Frei nach den turbulenten letzten Wochen gegeben hatte. «Alex Frei hat seine Leistung gekrönt und auf Schweizer Boden einen super Abschied mit der Nati gefeiert. Man hat auch heute wieder gesehen, dass er einer ist, der immer alles gibt.»

Nach 434 Tage hatte der Basler den Bann endlich gebrochen. «Es war ein schöner Moment, wir konnten einen positiven Abschluss setzen», sagte Frei. Auf die Frage, ob die Rücktritts-Geschichte Einfluss auf seine Leistung gehabt hätte, schüttelte der Captain den Kopf: «Ich habe mich vorbereitet wie immer.»

«Besser geworden»

Ottmar Hitzfeld hatte derweil Fortschritte in einem wichtigen Bereich konstatiert. «Unser Spiel aus der Abwehr heraus ist besser geworden», sagte Hitzfeld, «wir konnten gegen einen lauf- und zweikampfstarken Gegner unser Spiel recht gut entwickeln.» Dies vor allem auch dank Johan Djourou. «Er ist nicht nur sehr kopfballstark, sondern auch schnell und gut im Tackling», sagte Hitzfeld. «Aber vor allem ist er in der Angriffsauslösung wertvoll.»

Auch Hakan Yakin, der erstmals seit dem Spiel in Österreich wieder in der Startformation stand, erhielt trotz vergebener Chancen Lob. «Yakin hätte ein Tor verdient gehabt», sagte Hitzfeld. Und über die folgende Aussage des Coaches dürfte sich der Captain des FC Luzern besonders freuen: «Yakin war gegen die Ukraine sehr laufstark.» Dies klingt nach mehr Yakin in der Nati. (br)