Als Dritter der Gruppe A liegen die Niederländer nach sechs Spieltagen jeweils drei Zähler hinter Schweden und den Franzosen. Die Skandinavier gastieren zeitgleich in Bulgarien.

"Ich will Überzeugung sehen, keine Angst", fordert Captain Arjen Robben vor dem Auftritt der Niederlande im Stade de France in Saint-Denis. Dem WM-Dritten von 2014 droht wie zuletzt bei der Europameisterschaft die Zuschauerrolle. Bei einem weiteren Rückschlag scheint die Barrage der Gruppenzweiten ausser Reichweite. Die Niederlage in Bulgarien kostete Danny Blind bereits den Job als Bondscoach, sein Nachfolger Dick Advocaat setzt nun auf Altstars.

Neben Bayern Münchens Robben (33) sollen es auch Wesley Sneijder (33/neu Nice) und Robin van Persie (34/Fenerbahçe Istanbul) richten. Letzterer wurde nach zwei Jahren Pause im Nationalteam wieder nominiert. Gegen Frankreichs Elan wollen sich die Gäste selbstbewusst und mutig präsentieren. "Wir können sagen, dass es schwer wird, weil Frankreich die bessere Mannschaft ist. Aber wenn wir so denken, könnten wir gleich zu Hause bleiben", so Robben.

Frankreichs Auftritt wurde vom Transfertheater um Kylian Mbappé ein wenig in den Schatten gestellt; der Jungstar wird wohl nur auf der Bank Platz nehmen. Der kürzlich von Dortmund zum FC Barcelona gewechselte Ousmane Dembélé steht wegen Trainingsrückstands nicht im Aufgebot von Coach Didier Deschamps.