Der Befreiungsschlag ist geglückt, der erste Saisonsieg dank des 2:0 im Derby gegen Wohlen unter Dach und Fach. Aufatmen? Ein bisschen vielleicht. Mehr nicht, denn die Abstiegssorgen los ist der FC Aarau dadurch noch lange nicht.

Also halten hinter den Kulissen die Umbauarbeiten am Spielerkader an. Vom FC Thun hat Sportchef Sandro Burki den Offensivspieler Norman Peyretti nach Aarau gelotst. Der 23-jährige Franzose mit marokkanischer Vergangenheit spielte seit 2015 im Berner Oberland.

Seine Bilanz aus 47 Einsätzen in der Super League: 2 Tore und 4 Assists. In die Schweiz gekommen ist Peyretti 2013. Für den FC Biel traf er in 53 Challenge-League-Spielen 6 Mal und gab 8 Assists.

Warum tut sich Peyretti das an?

Und nun der Wechsel aus der Super League zum Zweitletzten der Challenge League: Auf den ersten Blick ein Rückschritt – warum also tut er sich das an?

In Thun schwanden Peyrettis Einsatzzeiten zuletzt, Trainer Marc Schneider fand in seinem System keinen Platz mehr für ihn. Die Verpflichtung von Moreno Costanzo fürs offensive Mittelfeld war ein weiterer Wink in Richtung Peyretti: Wird eng für dich!

Saibene schwärmt

Jeff Saibene trainierte Peyretti fast zwei Jahre lang beim FC Thun und hält grosse Stücke auf den Offensivspieler. Der frühere FCA-Coach und FCA-Meisterspieler von 1993, der gerade mit Bielefeld die 2. Bundesliga aufmischt, hat Sportchef Sandro Burki denn auch nur Gutes berichtet und zur Verpflichtung von Peyretti geraten.

Anders als Gilles Yapi und Ivan Audino, die dem FCA kurzfristig helfen sollen, ist Peyretti eine Investition in die Zukunft – nicht anders ist die Vertragsdauer bis 2019 zu verstehen. Seine Stärken sind die Vielseitigkeit (offensiv kann Peyretti jede Position besetzen), seine Übersicht mit dem Ball am Fuss sowie die Schussstärke. Jeff Saibene sagte einst über Peyretti: «Ich habe selten einen Spieler gesehen, der sowohl mit rechts als auch mit links so präzis aufs Tor schiessen kann.»